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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Angewandte Objektorientierung
8 Exceptions
9 Generics, innere Klassen
10 Die Klassenbibliothek
11 Threads und nebenläufige Programmierung
12 Datenstrukturen und Algorithmen
13 Raum und Zeit
14 Dateien und Datenströme
15 Die eXtensible Markup Language (XML)
16 Grafische Oberflächen mit Swing
17 Grafikprogrammierung
18 Netzwerkprogrammierung
19 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
20 JavaServer Pages und Servlets
21 Applets
22 Midlets und die Java ME
23 Datenbankmanagement mit JDBC
24 Reflection und Annotationen
25 Logging und Monitoring
26 Sicherheitskonzepte
27 Java Native Interface (JNI)
28 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
Stichwort

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Java ist auch eine Insel (8. Auflage) von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel (8. Auflage)

Java ist auch eine Insel (8. Aufl.)
8., aktual. Auflage, geb., mit DVD
1.475 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1371-4
Pfeil 16 Grafische Oberflächen mit Swing
Pfeil 16.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
Pfeil 16.1.1 SwingSet-Demos
Pfeil 16.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
Pfeil 16.1.3 Java Foundation Classes
Pfeil 16.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
Pfeil 16.1.5 Die Klasse Toolkit
Pfeil 16.2 Fenster unter grafischen Oberflächen
Pfeil 16.2.1 Swing-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
Pfeil 16.2.3 AWT-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.4 Sichtbarkeit des Fensters
Pfeil 16.2.5 Größe und Position des Fensters verändern
Pfeil 16.2.6 Unterklassen der Fenster-Klassen bilden
Pfeil 16.2.7 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz
Pfeil 16.2.8 Dynamisches Layout während einer Größenänderung
Pfeil 16.3 Beschriftungen (JLabel)
Pfeil 16.3.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
Pfeil 16.4 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
Pfeil 16.5 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
Pfeil 16.5.1 Die Klasse AWTEvent
Pfeil 16.5.2 Events auf verschiedenen Ebenen
Pfeil 16.5.3 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
Pfeil 16.5.4 Listener implementieren
Pfeil 16.5.5 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
Pfeil 16.5.6 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
Pfeil 16.5.7 Adapterklassen nutzen
Pfeil 16.5.8 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
Pfeil 16.6 Schaltflächen
Pfeil 16.6.1 Normale Schaltflächen (JButton)
Pfeil 16.6.2 Der aufmerksame ActionListener
Pfeil 16.6.3 Basisklasse AbstractButton
Pfeil 16.6.4 Wechselknopf (JToggleButton)
Pfeil 16.7 Swing Action
Pfeil 16.8 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
Pfeil 16.8.1 Tooltips
Pfeil 16.8.2 Rahmen (Border)
Pfeil 16.8.3 Fokus und Navigation
Pfeil 16.8.4 Ereignisse jeder Komponente
Pfeil 16.8.5 Die Größe und Position einer Komponente
Pfeil 16.8.6 Komponenten-Ereignisse
Pfeil 16.8.7 Hinzufügen von Komponenten
Pfeil 16.8.8 UI-Delegate – der wahre Zeichner
Pfeil 16.8.9 Undurchsichtige (opake) Komponente
Pfeil 16.8.10 Properties und Listener für Änderungen
Pfeil 16.9 Container
Pfeil 16.9.1 Standardcontainer (JPanel)
Pfeil 16.9.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
Pfeil 16.9.3 Reiter (JTabbedPane)
Pfeil 16.9.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
Pfeil 16.10 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
Pfeil 16.10.1 Übersicht über Layoutmanager
Pfeil 16.10.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
Pfeil 16.10.3 Im Fluss mit FlowLayout
Pfeil 16.10.4 Mit BorderLayout in allen Himmelsrichtungen
Pfeil 16.10.5 Rasteranordnung mit GridLayout
Pfeil 16.10.6 Der GridBagLayout-Manager
Pfeil 16.10.7 Null-Layout
Pfeil 16.10.8 BoxLayout
Pfeil 16.10.9 Weitere Layoutmanager
Pfeil 16.11 Rollbalken und Schieberegler
Pfeil 16.11.1 Schieberegler (JSlider)
Pfeil 16.11.2 Rollbalken (JScrollBar)
Pfeil 16.12 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
Pfeil 16.12.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
Pfeil 16.12.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
Pfeil 16.12.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
Pfeil 16.13 Fortschritte bei Operationen überwachen
Pfeil 16.13.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
Pfeil 16.13.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
Pfeil 16.14 Menüs und Symbolleisten
Pfeil 16.14.1 Die Menüleisten und die Einträge
Pfeil 16.14.2 Menüeinträge definieren
Pfeil 16.14.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
Pfeil 16.14.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
Pfeil 16.14.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
Pfeil 16.14.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
Pfeil 16.14.7 Symbolleisten alias Toolbars
Pfeil 16.14.8 Popup-Menüs
Pfeil 16.14.9 System-Tray nutzen
Pfeil 16.15 Das Model-View-Controller-Konzept
Pfeil 16.16 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
Pfeil 16.16.1 Auswahlmenü (JComboBox)
Pfeil 16.16.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag
Pfeil 16.16.3 Datumsauswahl
Pfeil 16.16.4 Listen (JList)
Pfeil 16.16.5 Drehfeld (JSpinner)
Pfeil 16.17 Texteingabefelder
Pfeil 16.17.1 Text in einer Eingabezeile
Pfeil 16.17.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
Pfeil 16.17.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
Pfeil 16.17.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
Pfeil 16.17.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
Pfeil 16.17.6 Editor-Klasse (JEditorPane)
Pfeil 16.18 Tabellen (JTable)
Pfeil 16.18.1 Ein eigenes Tabellen-Model
Pfeil 16.18.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
Pfeil 16.18.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
Pfeil 16.18.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
Pfeil 16.18.5 Zell-Editoren
Pfeil 16.18.6 Größe und Umrandung der Zellen
Pfeil 16.18.7 Spalteninformationen
Pfeil 16.18.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen
Pfeil 16.18.9 Selektionen einer Tabelle
Pfeil 16.18.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter
Pfeil 16.19 Bäume (JTree)
Pfeil 16.19.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
Pfeil 16.19.2 Selektionen bemerken
Pfeil 16.19.3 Das TreeModel von JTree
Pfeil 16.20 JRootPane und JDesktopPane
Pfeil 16.20.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
Pfeil 16.20.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
Pfeil 16.21 Dialoge und Window-Objekte
Pfeil 16.21.1 JWindow und JDialog
Pfeil 16.21.2 Modal oder nicht-modal
Pfeil 16.21.3 Standarddialoge mit JOptionPane
Pfeil 16.21.4 Der Dateiauswahldialog
Pfeil 16.22 Flexibles Java-Look-and-Feel
Pfeil 16.22.1 Look and Feel global setzen
Pfeil 16.22.2 UIManager
Pfeil 16.22.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern
Pfeil 16.23 Die Zwischenablage (Clipboard)
Pfeil 16.23.1 Clipboard-Objekte
Pfeil 16.23.2 Auf den Inhalt zugreifen mit Transferable
Pfeil 16.23.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
Pfeil 16.23.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
Pfeil 16.23.5 Drag
Pfeil 16.24 Undo durchführen
Pfeil 16.25 AWT, Swing und die Threads
Pfeil 16.25.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
Pfeil 16.25.2 Swing ist nicht Thread-sicher
Pfeil 16.25.3 invokeLater() und invokeAndWait()
Pfeil 16.25.4 SwingWorker
Pfeil 16.25.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen
Pfeil 16.25.6 Auf alle Ereignisse hören
Pfeil 16.26 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
Pfeil 16.27 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
Pfeil 16.28 Alternativen zu AWT und Swing
Pfeil 16.28.1 XML-Beschreibungen der Oberfläche: Swixml, XUL/Luxor
Pfeil 16.28.2 SWT (Standard Widget Toolkit)
Pfeil 16.29 Zum Weiterlesen


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16.18 Tabellen (JTable) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit der Klasse JTable lassen sich auf einfache Weise zweidimensionale Tabellendaten darstellen. Die Java-Bibliothek enthält dafür eine einfache Schnittstelle, die über ein Model und eine eigene Visualisierung ergänzt werden kann. Die vorgefertigte Implementierung bietet schon vieles an, wie zum Beispiel die Änderung der Spaltenbreite, die Navigation über die Tabulator-Taste oder die Selektion von Spalten oder Zeilen.

Für JTable gibt es einen einfachen Konstruktor, der für die Daten ein zweidimensionales Feld annimmt. Für uns fällt dabei wenig Arbeit an. Das 2-D-Feld kann sich aus Object[][] oder auch aus Vektoren von Vektoren zusammensetzen. Intern wird ein Objektfeld jedoch in Vektoren kopiert.

Listing 16.49 com/tutego/insel/ui/table/SimpleTable.java

package com.tutego.insel.ui.table; 
 
import javax.swing.*; 
 
public class SimpleTable 
{ 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    String[][] rowData = { 
      { "Japan", "245" }, { "USA", "240" }, { "Italien", "220" }, 
      { "Spanien", "217" }, {"Türkei", "215"} ,{ "England", "214" }, 
      { "Frankreich", "190" }, {"Griechenland", "185" }, 
      { "Deutschland", "180" }, {"Portugal", "170" } 
    }; 
 
    String[] columnNames =  { 
      "Land", "Durchschnittliche Fernsehdauer pro Tag in Minuten" 
    }; 
 
    JFrame f = new JFrame(); 
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
 
    JTable table = new JTable( rowData, columnNames ); 
    f.add( new JScrollPane( table ) ); 
 
    f.pack(); 
    f.setVisible( true ); 
  } 
}

Wir setzen die Tabelle in eine JScrollPane auch aus dem Grund, dass dann erst die JTable die Köpfe anzeigt. Beim Scrollen in der Tabelle bleiben die Tabellenköpfe immer stehen. Möchten wir die Spaltennamen extra setzen, nimmt der Konstruktor von JTable im zweiten Argument ein Feld mit Spaltennamen an.


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16.18.1 Ein eigenes Tabellen-Model Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

JTable ist ein gutes Beispiel für die Trennung von Daten und Anzeige. Während View und Controller in der Klasse JTable liegen, werden die Daten im Model durch die Schnittstelle TableModel beschrieben. Jeder Datencontainer muss TableModel implementieren und der Anzeige eine Möglichkeit geben, Einträge in einer Zeile und Spalte zu erfragen. Ändert sich das Model, muss zusätzlich die Visualisierung aktualisiert werden. Daher schreibt TableModel einen TableModelListener vor, der die Beobachtung übernimmt.


interface javax.swing.table.TableModel

  • Class getColumnClass( int columnIndex )
    Liefert das allgemeinste Klassenobjekt, das die Spalte beschreiben kann.
  • int getColumnCount()
    Liefert die Anzahl der Spalten.
  • String getColumnName( int columnIndex )
    Gibt den Namen der Spalte columnIndex zurück.
  • int getRowCount()
    Liefert die Anzahl der Zeilen.
  • Object getValueAt( int rowIndex, int columnIndex )
    Gibt den Eintrag an der Stelle columnIndex und rowIndex zurück.
  • void setValueAt( Object aValue, int rowIndex, int columnIndex )
    Setzt den Wert an die gegebene Stelle.
  • boolean isCellEditable( int rowIndex, int columnIndex )
    Liefert true, wenn die Zelle an rowIndex und columnIndex editierbar ist.
  • void addTableModelListener( TableModelListener l )
    Fügt einen Ereignisbehandler hinzu, der immer dann informiert wird, wenn Daten geändert werden.
  • void removeTableModelListener( TableModelListener l )
    Entfernt den Ereignisbehandler.

Wollen wir auf die inneren Daten zugreifen, benötigen wir das TableModel. Über getModel() lässt sich dies von der JTable erfragen. Wir können die Tabelle auch fragen, welche Zelle selektiert ist.

int col = t.getSelectedColumn(); 
int row = t.getSelectedRow(); 
System.out.println( t.getModel().getValueAt(row, col) );

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16.18.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Für TableModel gibt es schon eine Implementierung als abstrakte Klasse, die uns etwa die Aufgabe abnimmt, Listener an- und abzumelden. In Swing kommt es sehr häufig vor, dass eine Schnittstelle so weit wie möglich von einer Klasse vorimplementiert wird. Dieses Vorgehen ist unter dem Namen Interface/Implementation-Pair bekannt. Die zu TableModel passende Klasse heißt AbstractTableModel und gibt für einige Methoden eine Standardimplementierung vor. AbstractTableModel bietet Zugriff auf die Listener über eine protected-Variable listenerList.

Um ein lauffähiges Model zusammenzubauen, müssen nur noch getColumnCount(), getRowCount() und getValueAt() implementiert werden, dann ist eine Model-Klasse komplett. setValueAt() ist in AbstractTableModel leer implementiert und muss nur bei editierbaren Datenmodellen angepasst werden. isCellEditable() liefert false und muss bei editierbaren Modellen ebenso überschrieben werden. getColumnName() liefert Spaltennamen nach dem Muster A, B, C, ..., Z, AA, AB. getColumnClass() liefert Object.class. Um nach einer Spalte suchen zu können, gibt findColumn(String) den Index der Spalte zurück, die den eingetragenen Namen hat.

Ein Quadratzahlen-Model

Wenn wir eine Tabelle mit Quadrat und Kubus nutzen, können wir ein Model implementieren, das in der ersten Spalte die Zahl, in der zweiten das Quadrat und in der dritten den Kubus abbildet. Die Tabelle verfügt dann über drei Spalten. Sie soll zehn Zeilen groß sein.

Listing 16.50 com/tutego/insel/ui/table/QuadratTableModelSimple

package com.tutego.insel.ui.table; 
 
import javax.swing.table.AbstractTableModel; 
 
class SquareTableModelSimple extends AbstractTableModel 
{ 
  @Override public int getRowCount() 
  { 
    return 100; 
  } 
 
  @Override public int getColumnCount() 
  { 
    return 3; 
  } 
 
  @Override public Object getValueAt( int row, int col ) 
  { 
    if ( col == 0 ) 
      return "" + row; 
    else if ( col == 1 ) 
      return "" + (row * row); 
    else 
      return "" + (row * row * row); 
  } 
}

Das Tabellen-Model zuweisen

Verfügen wir über eine Klasse, die ein TableModel implementiert, etwa eine Unterklasse von AbstractTableModel oder DefaultTableModel, so müssen wir ein JTable-Objekt mit diesem Model verbinden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Wir können im Konstruktor das Model angeben oder es nachträglich mit setModel(TableModel) zuweisen.

Listing 16.51 com/tutego/insel/ui/table/QuadratTable.java, main()

JFrame f = new JFrame(); 
f.getContentPane().add( new JScrollPane( new JTable( new SquareTableModelSimple() ) ) ); 
f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
f.pack(); 
f.setVisible( true );

Abbildung 16.20 JTable mit Model

Änderungswünsche

Standardmäßig lassen sich die Zellinhalte nicht ändern. Wenn der Anwender auf eine Zelle klickt, wird es kein Textfeld geben, das eine neue Eingabe ermöglicht. Das ändert sich aber, wenn aus der Schnittstelle TableModel die Methode boolean isCellEditable(int rowIndex, int columnIndex) überschrieben wird und immer dann true liefert, wenn ein Editor eine Änderung der Zelle erlauben soll. Ist diese Änderung für alle Zellen gültig, liefert die Methode immer true; soll zum Beispiel nur die erste Spalte verändert werden dürfen, schreiben wir:

public boolean isCellEditable( int rowIndex, int columnIndex ) 
{ 
  return columnIndex == 0; 
}

Die Methode isCellEditable() ist aber nur der erste Teil einer Zelländerung. Die JTable (vereinfachen wir es mal) fragt zunächst beim Model über isCellEditable(), ob eine Zelle vom Anwender überhaupt modifiziert werden kann. Wenn das Ergebnis false ist, wird kein Editor angezeigt. Falls das Ergebnis true ist, sucht die JTable einen passenden Editor und ruft nach einer Änderung mit dem neuen Wert die Methode setValueAt(Object aValue, int rowIndex, int columnIndex) auf. Hier muss das Ergebnis in den Datenstrukturen auch wirklich gespeichert werden. Anschließend erfragt die JTable über getValueAt() noch einmal den aktuellen Wert.


Beispiel Über setValueAt() bekommen wir den neuen Wert als erstes Argument. Interessiert uns der alte Wert, können wir ihn aus dem Model erfragen.

void setValueAt( Object aValue, int rowIndex, int columnIndex ) 
{ 
  Object oldValue = getValueAt( rowIndex, columnIndex ); 
}

Ereignisse bei Änderungen

Die Events, die AbstractTableModel auslöst, sind vom Typ TableModelEvent und werden von fireTableDataChanged(), fireTableStructureChanged(), fireTableRowsInserted(), fireTableRowsUpdated(), fireTableRowsDeleted(), fireTableCellUpdated() über die allgemeine Methode fireTableChanged(TableModelEvent) behandelt. Die Methoden zur Ereignisbehandlung sind damit vollständig und müssen von Unterklassen nicht mehr überschrieben werden, es sei denn, wir wollten in einer fire()-Methode Zusätzliches realisieren.


Beispiel Ändern sich die Daten, ist die Visualisierung zu erneuern. Dann sollte fireTableCellUpdated() aufgerufen werden, wie für die setValueAt()-Methode gezeigt wird.

public void setValueAt( Object val, int row, int column ) 
{ 
  foo[row][column] = val; 
  fireTableCellUpdated( row, column ); 
}

Die Methode fireTableCellUpdated(int, int) ist nur eine Abkürzung für Folgendes:

public void fireTableCellUpdated(int row, int column) { 
  fireTableChanged(new TableModelEvent(this, row, row, column)); 
}

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16.18.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Praktischerweise bringt die Java-Bibliothek schon eine Model-Klasse mit, die wir direkt verwenden. Dies ist DefaultTableModel, die ebenso eine Unterklasse von AbstractTableModel ist. Nützliche Ergänzungen sind Methoden, damit an beliebiger Stelle Zellen eingetragen, verschoben und gelöscht werden können. Nutzen wir JTable ohne eigenes Model, so verwendet es standardmäßig DefaultTableModel mit einer Implementierung von Vektoren aus Vektoren. Ein Hauptvektor speichert Vektoren für jede Zeile. Die Technik lässt sich gut an einer Methode ablesen:

public Object getValueAt( int row, int column ) 
{ 
  Vector rowVector = (Vector) dataVector.elementAt( row ); 
  return rowVector.elementAt( column ); 
}

Mit den Methoden setDataVector() und getDataVector() lassen sich die Daten intern setzen und auslesen. Diese interne Abbildung der Daten ist jedoch nicht immer erwünscht, da dynamische Strukturen von der Laufzeit her ineffizient sein können. Ist das zu unflexibel, lässt sich immer noch ein eigenes Model von AbstractTableModel ableiten.


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16.18.4 Ein eigener Renderer für Tabellen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Damit eine Tabelle nicht nur die typischen Informationen in Zeichenketten darstellen muss, lässt sich ein TableCellRenderer einsetzen, mit dem man die Tabelleneinträge beliebig visualisieren kann. Die Schnittstelle TableCellRenderer schreibt nur eine Operation vor.


interface javax.swing.table.TableCellRenderer

  • Component getTableCellRendererComponent( JTable table, Object value, boolean isSelected, boolean hasFocus, int row, int column)

Die Informationen über isSelected, hasFocus, row und column sollen der Zeichenmethode die Möglichkeit geben, ausgewählte Tabellenteile besonders zu behandeln. Steht etwa auf einer Zelle der Fokus, ist ein Rahmen gezeichnet. Ist die Tabelle selektiert, so ist die Zelle mit einer Hintergrundfarbe ausgeschmückt.

DefaultTableCellRenderer

Swing bietet eine Standardimplementierung in Form der Klasse DefaultTableCellRenderer. Diese Klasse erweitert JLabel, und damit lässt sich schon viel anfangen, denn das Ändern des Textes ist genauso einfach wie das Ändern der Farbe oder das Hinzufügen eines Bilds. Viele Aufgaben sind so schon erledigt. Wenn es aufwändiger realisiert werden soll, dann müssen wir direkt TableCellRenderer implementieren.

Für unsere Zwecke soll DefaultTableCellRenderer genügen. Die wichtigste Methode zum Überschreiben ist setValue(Object). In DefaultTableCellRenderer sieht die Originalmethode wie folgt aus:

protected void setValue( Object value ) { 
  setText( (value == null) ? "" : value.toString() ); 
}

Da JTable diesen Renderer als Standard nutzt, sagt dies aus, dass alle Daten in der Tabelle als String-Repräsentation eingesetzt werden.

Wenn wir eigene Visualisierungen wünschen, zum Beispiel mit einer anderen Schriftfarbe, so überschreiben wir einfach setValue() und setzen den Text mit setText() selbst. Die günstige Eigenschaft, dass DefaultTableCellRenderer eine Unterklasse von JLabel ist, macht sich auch bei setForeground() bemerkbar.

Liegen im Model einer JTable nicht nur Daten einer Gattung, so lassen sie sich mit instanceof aufschlüsseln. Unserer Tabelle mit den Quadrat- und Kubuszahlen wollen wir einen Renderer mitgeben. Er soll die geraden Zahlen in Blau anzeigen und die ungeraden in Grau.

Listing 16.52 com/tutego/insel/ui/table/ColoredTableCellRenderer.java

package com.tutego.insel.ui.table; 
 
import java.awt.*; 
import javax.swing.table.*; 
 
class ColoredTableCellRenderer extends DefaultTableCellRenderer 
{ 
  @Override 
  public void setValue( Object value ) 
  { 
    if ( value instanceof Long ) 
    { 
      setForeground( (Long) value % 2 == 0 ? Color.BLUE : Color.GRAY ); 
 
      setText( value.toString() ); 
    } 
    else 
      super.setValue( value ); 
  } 
}

Die Typanpassung (Long) value veranlasst den Compiler, das long mittels Unboxing aus dem value-Objekt zu extrahieren.


Beispiel In einer Tabelle sollen Zahlen (etwa vom Typ Integer) und Objekte vom Typ Gfx liegen. Gfx-Objekte enthalten ein Icon-Objekt namens icon. Es soll in die Tabelle gesetzt werden.

public void setValue( Object value ) 
{ 
  if ( value instanceof Gfx ) { 
    Gfx gfx = (IconData) value; 
    setIcon( gfx.icon ); 
  } 
  else { 
    setIcon( null ); 
    super.setValue( value ); 
  } 
}

Die Behandlung im else-Zweig ist sehr wichtig, weil dort der Rest der Daten behandelt wird. Handelt es sich um Text, kümmert sich die Implementierung von DefaultTableCellRenderer darum. Bei setIcon() profitieren wir wieder von der Erweiterung von JLabel.

Renderer zuweisen

Ein Renderer übernimmt nicht die Darstellung von allen Zellen, sondern nur die von bestimmten Typen. Daher erwartet die Methode setDefaultRenderer() von JTable neben dem Renderer ein Class-Objekt. Nimmt die JTable aus dem Model ein Objekt heraus, erfragt es den Typ und lässt den Zelleninhalt vom Renderer, der mit diesem Typ verbunden ist, zeichnen.

Listing 16.53 com/tutego/insel/ui/table/QuadratTableWithRenderer.java, Ausschnitt

TableCellRenderer ren = new ColoredTableCellRenderer(); 
table.setDefaultRenderer( Long.class, ren );

Stellt die Tabelle ein Element vom Typ Long.class dar, so überlässt sie die Visualisierung dem zugewiesenen ColoredTableCellRenderer. Der Typ Object.class passt auf alle Zelleninhalte.

Mehrzeilige Tabellenzellen

Der DefaultTableCellRenderer ist eine Unterklasse von JLabel, die mehrzeilige Textfelder durch die HTML-Darstellung unterstützt. Für einen Text müsste etwa <HTML>Zeile1-<BR>Zeile2</HTML> geschrieben werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen eigenen Renderer zu implementieren, der nicht von DefaultTableCellRenderer abgeleitet ist. Eine weitere Lösung ist, JTextArea als Oberklasse zu nutzen und die notwendige Schnittstelle TableCellRenderer zu implementieren. Die implementierte Methode getTableCellRendererComponent() liefert dann das this-Objekt (das JLabel) zurück, das mit dem Text inklusive Zeilenumbruch gesetzt ist.

Listing 16.54 com/tutego/insel/ui/table/TwoLinesCellRenderer.java, TwoLinesCellRenderer

public class TwoLinesCellRenderer extends JTextArea implements TableCellRenderer 
{ 
  @Override public Component getTableCellRendererComponent( 
    JTable table, Object value, 
    boolean isSelected, boolean hasFocus, int row, int column ) 
  { 
    setText( value.toString() );    // Value kann String mit \n enthalten 
 
    return this; 
  } 
}

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16.18.5 Zell-Editoren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Anders als bei der JList kann der Benutzer die Zellen einer JTable editieren. Erlaubt das Tabellen-Model eine Veränderung, so stellt die JTable vordefiniert eine Texteingabezeile dar. Ein eigener Editor implementiert die Schnittstelle javax.swing.table.TableCellEditor mit einer Methode getTableCellEditorComponent(), die die Editor-Komponente liefert. Das kann zum Beispiel ein JTextField sein. Nach der Bearbeitung erfragt die JTable das Ergebnis über die Methode getCellEditorValue(). Auch diese Methode schreibt die Schnittstelle (indirekt) vor.

Listing 16.55 com/tutego/insel/ui/table/SimpleTableCellEditor.java

package com.tutego.insel.ui.table; 
 
import java.awt.Component; 
import javax.swing.*; 
import javax.swing.table.TableCellEditor; 
 
public class SimpleTableCellEditor 
  extends AbstractCellEditor 
  implements TableCellEditor 
{ 
  private JTextField component = new JTextField(); 
 
  @Override public Component getTableCellEditorComponent( 
      JTable table, Object value, 
      boolean isSelected, int rowIndex, int colIndex ) 
  { 
    component.setText( value.toString() ); 
 
    return component; 
  } 
 
  @Override public Object getCellEditorValue() 
  { 
    return component.getText(); 
  } 
}

Die Schnittstelle TableCellEditor selbst deklariert nur die Methode getTableCellEditorComponent(), doch weil CellEditor die Ober-Schnittstelle ist, ergeben sich insgesamt 1 + 7 zu implementierende Methoden. CellEditor ist eine ganz allgemeine Schnittstelle für beliebige Zellen, etwa auch für die Zellen in einem JTree-Objekt. Die abstrakte Basisklasse AbstractCellEditor implementiert bis auf getCellEditorValue() alle Operationen aus CellEditor. Und da unsere Klasse die Schnittstelle TableCellEditor annehmen muss, bleibt es bei der Implementierung von getCellEditorValue() und getTableCellEditorComponent().


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16.18.6 Größe und Umrandung der Zellen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Jede Zelle hat eine bestimmte Größe, die durch den Zellinhalt vorgegeben ist. Zusätzlich liegt zwischen zwei Zellen immer etwas Freiraum. Dieser lässt sich mit getIntercellSpacing() erfragen und mit setIntercellSpacing() setzen.

table.setIntercellSpacing( new Dimension(gapWidth, gapHeight) );

Soll die Zelle rechts und links zum Beispiel 2 Pixel Freiraum bekommen, ist gapWidth auf 4 zu setzen, denn das Dimension-Objekt gibt immer den gesamten vertikalen und horizontalen Abstand zwischen den Zellen an.

Die Gesamtgröße einer Zelle ist dann die der Margin-Zeile + Zellhöhe beziehungsweise Margin-Spalte + Zellbreite. Da jedoch setIntercellSpacing() die Höhe einer Zeile nicht automatisch anpasst, muss sie ausdrücklich gesetzt werden:

table.setRowHeight( table.getRowHeight() + gapHeight );

Zusätzlich zur Margin erhöht eine Linie den Abstand zwischen den Zellen. Auch dieses Raster (engl. grid) lässt sich modifizieren. Die folgenden Methoden sind auf die JTable angewendet:


setShowGrid( false );

Schaltet die Umrandung aus.

setShowGrid( false ); setShowVerticalLines( true );

Zeigt nur vertikale Linien.

setGridColor( Color.GRAY );

Die Umrandung wird grau.



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16.18.7 Spalteninformationen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Alle Zelleninformationen der Tabelle stecken im Model einer JTable. Informationen über die Spalten stehen allerdings nicht im TableModel, sondern in Objekten vom Typ TableColumn. Jede Spalte bekommt ein eigenes TableColumn-Objekt, und eine Sammlung der Objekte bildet das TableColumnModel, das wie das TableModel ein Datencontainer der JTable ist.


Beispiel Zähle alle TableColumn-Objekte einer JTable table auf:

for ( Enumeration enum = table.getColumnModel().getColumns(); 
      enum.hasMoreElements(); ) 
  System.out.println( (TableColumn)eum.nextElement() );

getColumns() bezieht eine Enumeration von TableColumn-Objekten. Soll ein ganz bestimmtes TableColumn-Objekt untersucht werden, kann auch die Methode getColumn(index) genutzt werden.

Liegt ein TableColumn-Objekt vor, lässt sich von diesem die aktuelle minimale und maximale Breite setzen.


Beispiel Ändere die Breite der ersten Spalte auf 100 Pixel:

table.getColumnModel().getColumn( 0 ).setPreferredWidth( 100 );

AUTO_RESIZE

Verändert der Anwender die Breite einer Spalte, ändert er entweder die Gesamtbreite einer Tabelle oder ändert automatisch die Breite der anderen Spalten, um die Gesamtbreite nicht zu verändern. Hier gibt es für die JTable unterschiedliche Möglichkeiten, die eine Methode setAutoResizeMode(int mode) bestimmt. Erlaubte Modi sind Konstanten aus JTable und AUTO_RESIZE_OFF, AUTO_RESIZE_NEXT_COLUMN, AUTO_RESIZE_SUBSEQUENT_COLUMNS, AUTO_ RESIZE_LAST_COLUMN, AUTO_RESIZE_ALL_COLUMNS. Sinnvoll sind drei von ihnen:

  • AUTO_RESIZE_SUBSEQUENT_COLUMNS. Der Standard. Verändert gleichmäßig die Breiten aller rechts liegenden Spalten.
  • AUTO_RESIZE_NEXT_COLUMN. Ändert nur die Breite der nachfolgenden Spalte.
  • AUTO_RESIZE_OFF. Ändert die Größe der gesamten Tabelle. Ist nur sinnvoll, wenn die JTable in einer JScrollPane liegt.

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16.18.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Kopf (engl. header) einer JTable ist ein JTableHeader-Objekt, das von der JTable mit getTableHeader() erfragt werden kann. Dieses JTableHeader-Objekt ist für die Anordnung und Verschiebung der Spalten verantwortlich. Diese Verschiebung kann über das Programm erfolgen (moveColumn()) oder über den Benutzer per Drag & Drop.


Beispiel In der JTable table sollen die Spalten nicht mehr vom Benutzer verschoben werden können. Er soll auch die Breite nicht mehr ändern dürfen.

table.getTableHeader().setReorderingAllowed( false ); 
table.getTableHeader().setResizingAllowed( false );

Hier wird deutlich, dass ein JTableHeader die Steuerung der Ausgabe und der Benutzerinteraktion übernimmt, aber die Informationen selbst in TableColumn liegen.


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16.18.9 Selektionen einer Tabelle Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

In einer JTable können auf unterschiedliche Art und Weise Zellen selektiert werden: zum einen nur in einer Zeile oder Spalte, zum anderen kann auch ein ganzer Block oder können auch beliebige Zellen selektiert werden. Die Art der Selektion bestimmen Konstanten in ListSelectionModel. So wird SINGLE_SELECTION nur die Selektion einer einzigen Zelle zulassen.


Beispiel In einer JTable soll entweder ein ununterbrochener Block Zeilen oder Spalten ausgewählt werden dürfen:

table.setSelectionMode( ListSelectionModel.SINGLE_INTERVAL_SELECTION );

Mit Methoden lassen sich im Programm alle Elemente einer Spalte oder Zeile selektieren. Die Selektier-Erlaubnis geben zunächst zwei Methoden:

table.setColumnSelectionAllowed( boolean ); 
table.setRowSelectionAllowed( boolean );

Die Selektion von Spalten gelingt mit setColumnSelectionInterval(), weitere Bereiche lassen sich mit addColumnSelectionInterval() hinzufügen und mit removeColumnSelection-Interval() entfernen. Das Gleiche gilt für die Methoden, die »Row« im Methodennamen tragen.

Schauen wir uns einige Beispiele an: Selektiere in einer JTable table die Spalte 0 komplett.

table.setSelectionMode( ListSelectionModel.MULTIPLE_INTERVAL_SELECTION ); 
table.setColumnSelectionAllowed( true ); 
table.setRowSelectionAllowed( false ); 
table.setColumnSelectionInterval( 0, 0 );

Selektiere in einer Tabelle nur die Zelle 38, 5.

table.setSelectionMode( ListSelectionModel.SINGLE_SELECTION  ); 
table.setColumnSelectionAllowed( true ); 
table.setRowSelectionAllowed( true ); 
table.changeSelection( 38, 5, false, false );

Als Selektionsmodus reicht SINGLE_SELECTION aus, MULTIPLE_INTERVAL_SELECTION wäre aber auch in Ordnung. Beide Selektionen sind zusammen in der Form nicht möglich. Bei einer Einzelselektion wird die Zelle nur umrandet, aber nicht wie beim Standard-Metal-Look-and-Feel blau ausgefüllt.

Die Methode selectAll() selektiert alle Elemente, clearSelection() löscht alle Selektionen.


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16.18.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter topZur vorigen Überschrift

In Java 6 ist ein RowSorter eingezogen, der Spalten sortiert und gleichzeitig Elemente ausfiltern kann. Wir wollen eine einfache JTable mit folgendem Model verwenden:

Listing 16.56 TableWithRowSorter.java, main()

TableModel model = new DefaultTableModel( 100, 3 ) { 
  @Override public Object getValueAt( int row, int column ) { 
    return "" + (int) Math.pow( row, column + 1 ); 
  } 
}; 
JTable table = new JTable( model );

Nach dem Aufbau der Tabelle wird der TableRowSorter initialisiert. Mit einem Klick auf die Kopfzeile der Tabelle zeigt ein kleiner Pfeil die Sortierrichtung an.

Listing 16.57 TableWithRowSorter.java, main()

TableRowSorter<TableModel> rowSorter = new TableRowSorter<TableModel>( model ); 
table.setRowSorter( rowSorter );

Da der RowSorter standardmäßig die Inhalte als String sortiert, wollen wir im nächsten Beispiel für die erste Spalte einen Comparator deklarieren, der nach der Anzahl der gesetzten Bits geht.

Listing 16.58 TableWithRowSorter.java, main()

rowSorter.setComparator( 0, new Comparator<String>() { 
  @Override public int compare( String s1, String s2 ) 
  { 
    int i1 = Integer.parseInt( s1 ), i2 = Integer.parseInt( s2 ); 
 
    return Integer.bitCount( i1 ) – Integer.bitCount( i2 ); 
  } 
} ); 
rowSorter.setSortable( 1, false );

Die zweite Spalte soll nicht sortierbar sein.

Auf die Ergebnismenge lassen sich Filter anwenden, die Elemente herausnehmen. Es gibt einige vordefinierte Filter, die statische Funktionen dateFilter(), numberFilter(), regexFilter() von RowFilter liefern.

Listing 16.59 TableWithRowSorter.java, main()

rowSorter.setRowFilter( RowFilter.regexFilter("(0|2|4|6|8)$", 2) );

Der RowFilter lässt alle geraden Zahlen in der dritten Spalte durch – das filtert alle Zeilen heraus, in denen der Wert der dritten Spalte ungerade ist. Ein weiteres Beispiel zu der Schnittstelle gibt ein Newsletter von Sun, der unter http://tutego.com/go/rowfilter online ist.

Eine Alternative beziehungsweise Erweiterung zu den in Java 6 eingefügten Klassen bieten die zwei folgenden Lösungen:

  • JXTable (http://swinglabs.org/) ist eine quelloffene und frei verfügbare Erweiterung einer JTable, die Sortierung, Hervorhebung und Filterung einfach unterstützt.

Sie funktionieren auch vor Java 6, also unter Java 5 und früher.



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