Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Angewandte Objektorientierung
8 Exceptions
9 Generics, innere Klassen
10 Die Klassenbibliothek
11 Threads und nebenläufige Programmierung
12 Datenstrukturen und Algorithmen
13 Raum und Zeit
14 Dateien und Datenströme
15 Die eXtensible Markup Language (XML)
16 Grafische Oberflächen mit Swing
17 Grafikprogrammierung
18 Netzwerkprogrammierung
19 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
20 JavaServer Pages und Servlets
21 Applets
22 Midlets und die Java ME
23 Datenbankmanagement mit JDBC
24 Reflection und Annotationen
25 Logging und Monitoring
26 Sicherheitskonzepte
27 Java Native Interface (JNI)
28 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
Stichwort

Download:
- ZIP, ca. 14,1 MB
Buch bestellen
Ihre Meinung?

Spacer
<< zurück
Java ist auch eine Insel (8. Auflage) von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel (8. Auflage)

Java ist auch eine Insel (8. Aufl.)
8., aktual. Auflage, geb., mit DVD
1.475 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1371-4
Pfeil 16 Grafische Oberflächen mit Swing
Pfeil 16.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
Pfeil 16.1.1 SwingSet-Demos
Pfeil 16.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
Pfeil 16.1.3 Java Foundation Classes
Pfeil 16.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
Pfeil 16.1.5 Die Klasse Toolkit
Pfeil 16.2 Fenster unter grafischen Oberflächen
Pfeil 16.2.1 Swing-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
Pfeil 16.2.3 AWT-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.4 Sichtbarkeit des Fensters
Pfeil 16.2.5 Größe und Position des Fensters verändern
Pfeil 16.2.6 Unterklassen der Fenster-Klassen bilden
Pfeil 16.2.7 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz
Pfeil 16.2.8 Dynamisches Layout während einer Größenänderung
Pfeil 16.3 Beschriftungen (JLabel)
Pfeil 16.3.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
Pfeil 16.4 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
Pfeil 16.5 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
Pfeil 16.5.1 Die Klasse AWTEvent
Pfeil 16.5.2 Events auf verschiedenen Ebenen
Pfeil 16.5.3 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
Pfeil 16.5.4 Listener implementieren
Pfeil 16.5.5 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
Pfeil 16.5.6 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
Pfeil 16.5.7 Adapterklassen nutzen
Pfeil 16.5.8 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
Pfeil 16.6 Schaltflächen
Pfeil 16.6.1 Normale Schaltflächen (JButton)
Pfeil 16.6.2 Der aufmerksame ActionListener
Pfeil 16.6.3 Basisklasse AbstractButton
Pfeil 16.6.4 Wechselknopf (JToggleButton)
Pfeil 16.7 Swing Action
Pfeil 16.8 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
Pfeil 16.8.1 Tooltips
Pfeil 16.8.2 Rahmen (Border)
Pfeil 16.8.3 Fokus und Navigation
Pfeil 16.8.4 Ereignisse jeder Komponente
Pfeil 16.8.5 Die Größe und Position einer Komponente
Pfeil 16.8.6 Komponenten-Ereignisse
Pfeil 16.8.7 Hinzufügen von Komponenten
Pfeil 16.8.8 UI-Delegate – der wahre Zeichner
Pfeil 16.8.9 Undurchsichtige (opake) Komponente
Pfeil 16.8.10 Properties und Listener für Änderungen
Pfeil 16.9 Container
Pfeil 16.9.1 Standardcontainer (JPanel)
Pfeil 16.9.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
Pfeil 16.9.3 Reiter (JTabbedPane)
Pfeil 16.9.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
Pfeil 16.10 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
Pfeil 16.10.1 Übersicht über Layoutmanager
Pfeil 16.10.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
Pfeil 16.10.3 Im Fluss mit FlowLayout
Pfeil 16.10.4 Mit BorderLayout in allen Himmelsrichtungen
Pfeil 16.10.5 Rasteranordnung mit GridLayout
Pfeil 16.10.6 Der GridBagLayout-Manager
Pfeil 16.10.7 Null-Layout
Pfeil 16.10.8 BoxLayout
Pfeil 16.10.9 Weitere Layoutmanager
Pfeil 16.11 Rollbalken und Schieberegler
Pfeil 16.11.1 Schieberegler (JSlider)
Pfeil 16.11.2 Rollbalken (JScrollBar)
Pfeil 16.12 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
Pfeil 16.12.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
Pfeil 16.12.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
Pfeil 16.12.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
Pfeil 16.13 Fortschritte bei Operationen überwachen
Pfeil 16.13.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
Pfeil 16.13.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
Pfeil 16.14 Menüs und Symbolleisten
Pfeil 16.14.1 Die Menüleisten und die Einträge
Pfeil 16.14.2 Menüeinträge definieren
Pfeil 16.14.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
Pfeil 16.14.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
Pfeil 16.14.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
Pfeil 16.14.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
Pfeil 16.14.7 Symbolleisten alias Toolbars
Pfeil 16.14.8 Popup-Menüs
Pfeil 16.14.9 System-Tray nutzen
Pfeil 16.15 Das Model-View-Controller-Konzept
Pfeil 16.16 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
Pfeil 16.16.1 Auswahlmenü (JComboBox)
Pfeil 16.16.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag
Pfeil 16.16.3 Datumsauswahl
Pfeil 16.16.4 Listen (JList)
Pfeil 16.16.5 Drehfeld (JSpinner)
Pfeil 16.17 Texteingabefelder
Pfeil 16.17.1 Text in einer Eingabezeile
Pfeil 16.17.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
Pfeil 16.17.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
Pfeil 16.17.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
Pfeil 16.17.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
Pfeil 16.17.6 Editor-Klasse (JEditorPane)
Pfeil 16.18 Tabellen (JTable)
Pfeil 16.18.1 Ein eigenes Tabellen-Model
Pfeil 16.18.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
Pfeil 16.18.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
Pfeil 16.18.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
Pfeil 16.18.5 Zell-Editoren
Pfeil 16.18.6 Größe und Umrandung der Zellen
Pfeil 16.18.7 Spalteninformationen
Pfeil 16.18.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen
Pfeil 16.18.9 Selektionen einer Tabelle
Pfeil 16.18.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter
Pfeil 16.19 Bäume (JTree)
Pfeil 16.19.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
Pfeil 16.19.2 Selektionen bemerken
Pfeil 16.19.3 Das TreeModel von JTree
Pfeil 16.20 JRootPane und JDesktopPane
Pfeil 16.20.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
Pfeil 16.20.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
Pfeil 16.21 Dialoge und Window-Objekte
Pfeil 16.21.1 JWindow und JDialog
Pfeil 16.21.2 Modal oder nicht-modal
Pfeil 16.21.3 Standarddialoge mit JOptionPane
Pfeil 16.21.4 Der Dateiauswahldialog
Pfeil 16.22 Flexibles Java-Look-and-Feel
Pfeil 16.22.1 Look and Feel global setzen
Pfeil 16.22.2 UIManager
Pfeil 16.22.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern
Pfeil 16.23 Die Zwischenablage (Clipboard)
Pfeil 16.23.1 Clipboard-Objekte
Pfeil 16.23.2 Auf den Inhalt zugreifen mit Transferable
Pfeil 16.23.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
Pfeil 16.23.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
Pfeil 16.23.5 Drag
Pfeil 16.24 Undo durchführen
Pfeil 16.25 AWT, Swing und die Threads
Pfeil 16.25.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
Pfeil 16.25.2 Swing ist nicht Thread-sicher
Pfeil 16.25.3 invokeLater() und invokeAndWait()
Pfeil 16.25.4 SwingWorker
Pfeil 16.25.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen
Pfeil 16.25.6 Auf alle Ereignisse hören
Pfeil 16.26 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
Pfeil 16.27 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
Pfeil 16.28 Alternativen zu AWT und Swing
Pfeil 16.28.1 XML-Beschreibungen der Oberfläche: Swixml, XUL/Luxor
Pfeil 16.28.2 SWT (Standard Widget Toolkit)
Pfeil 16.29 Zum Weiterlesen


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17 Texteingabefelder Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Swing bietet eine Reihe von Textkomponenten:

  • JTextField. Einzeiliges Textfeld
  • JFormattedTextField. Einzeiliges Textfeld mit Formatierungsvorgaben
  • JPasswordField. Einzeilige Eingabe mit verdeckten Zeichen
  • JTextArea. Mehrzeiliges Textfeld
  • JEditorPane. Editor-Komponente
  • JTextPane. Spezialisierung der Editor-Komponente

Die JEditorPane (mehr dazu in Abschnitt 16.17.6) ist die leistungsfähigste Komponente, die über so genannte Editor-Kits reinen Text, HTML oder RTF darstellen und verwalten kann.

Viele wichtige Methoden sind in der Oberklasse javax.swing.text.JTextComponent zu finden. Zwar liegt diese Klasse im Paket javax.swing.text, doch liegen alle anderen Klassen »klassischerweise« unter javax.swing.


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.1 Text in einer Eingabezeile Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Dem Benutzer werden Eingaben in einem Textfeld ermöglicht – etwa um einen Namen einzugeben. Dabei können wir uns eine eigene Programmierung über ein Label, das Text-Ereignisse verarbeitet, ersparen. Textfelder werden mit der Klasse JTextField erstellt. Unterschiedliche Konstruktoren legen einen Start-String oder die Anzahl der Zeichen fest, die ein Textfeld anzeigen kann.

Ein kleiner Rechner soll über eine Textzeile mit einer Länge von 20 Zeichen verfügen. Bei Aktivierung der Eingabe-Taste soll der Ausdruck berechnet werden und in der Textzeile erscheinen.

Listing 16.44 com/tutego/insel/ui/text/JTextFieldDemo.java, main()

JFrame frame = new JFrame(); 
frame.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
 
final JTextField input = new JTextField( "12 * 3 + 2", 20 ); 
input.addActionListener( new ActionListener() { 
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
    try { 
      input.setText( "" + 
        new ScriptEngineManager().getEngineByName("JavaScript").eval(input.getText()) ); 
    } 
    catch ( ScriptException ex ) { 
      ex.printStackTrace(); 
    } 
  } 
} ); 
frame.add( input ); 
frame.pack(); 
frame.setVisible( true );

class javax.swing.JTextField 
extends JTextComponent

  • JTextField()
    Erzeugt ein leeres Textfeld.
  • JTextField( int columns )
    Erzeugt ein Textfeld mit einer gegebenen Anzahl von Spalten.
  • JTextField( String text )
    Erzeugt ein mit text initialisiertes Textfeld.
  • JTextField( String text, int columns )
    Erzeugt ein mit text initialisiertes Textfeld mit columns Spalten.

Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Alle Texteingabefelder unter Swing sind von der abstrakten Oberklasse JTextComponent abgeleitet. Die wichtigsten Methoden sind setText(String) und getText(), mit denen sich Zeichenketten setzen und erfragen lassen.


class javax.swing.text.JTextComponent 
extends JComponent 
implements Scrollable, Accessible

  • String getText()
    Liefert den Inhalt des Textfelds.
  • String getText( int offs, int len )
    Liefert den Inhalt des Textfelds von offs bis offs + len. Stimmen die Bereiche nicht, wird eine BadLocationException ausgelöst.
  • String getSelectedText()
    Liefert den selektierten Text. Keine Selektion ergibt die Rückgabe null.
  • void setText( String t )
    Setzt den Text neu.
  • void read( Reader in, Object desc ) throws IOException
    Liest den Inhalt aus dem Reader in das Textfeld. desc beschreibt den Datenstrom näher, kann aber null sein. Die read()-Methode erzeugt intern ein neues Document-Objekt und verwirft das alte.
  • void write( Writer out ) throws IOException
    Schreibt den Inhalt des Textfelds in den Writer.

Das Caret

Der Cursor in einem Textfeld heißt Caret. Unterschiedliche Anfragen lassen sich an ein Textfeld stellen, um mehr über das Caret herauszufinden. Ein Listener kann an eine JTextComponent gehängt werden, und ebenso kann das Caret frei bewegt werden.


class javax.swing.text.JTextComponent 
extends JComponent 
implements Scrollable, Accessible

  • int getCaretPosition(), setCaretPosition( int position )
    Liefert beziehungsweise verändert die Position des Eingabe-Cursors.
  • Color getCaretColor(), void setCaretColor( Color c )
    Liest oder ändert die Farbe des Carets.

Beispiel Der Cursor soll an das Textende gesetzt werden. textfield.getText().length() erfragt die Länge des Strings, und textfield.setCaretPosition() setzt die Position des Cursors. Für ein Textfeld textfield ist Folgendes also die Lösung:

textfield.setCaretPosition( textfield.getText().length() );


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das JPasswordField ist ein spezielles JTextField, das die Zeichen nicht auf dem Bildschirm darstellt, sondern ein alternatives Zeichen zeigt, das so genannte Echozeichen. Standardmäßig ist das ein Sternchen. So lassen sich Passwort-Felder anlegen, die eine Eingabe verbergen.

Listing 16.45 com/tutego/insel/ui/text/JPasswordFieldDemo.java, Ausschnitt

JPasswordField pass = new JPasswordField( 15 ); 
pass.setEchoChar( '#' ); 
comp.add( pass );

Im Konstruktor geben wir die Länge der Textzeile an. Mit der Methode setEchoChar() lässt sich das Echozeichen festlegen. [Wird das Echozeichen auf (char)0 gesetzt, erscheint die Eingabe nicht im Klartext. So macht es nur die AWT-Komponente TextField.]

Leider bleibt das Problem, dass die Sternchen auf die Anzahl der geheimen Zeichen schließen lassen.

Abbildung 16.18 Das Passwort-Feld


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Textfelder, in denen Benutzer Zeichenfolgen eintragen, müssen oft die Eingabe validieren. So dürfen Zahlenfelder keine beliebigen Zeichen annehmen, sondern nur Ziffern und vielleicht Vorzeichen oder Dezimaltrenner. Komplizierte Felder wie ISBN-Nummern oder Datumsformate haben noch weitere Regeln. Eine Implementierung dieser Textfelder sieht häufig so aus, dass auf Tastatureingaben reagiert und sofort geprüft wird, ob alles in Ordnung ist, oder später nach einer actionPerformed(). Schlaue Programmierer nutzen gern die parse()-Methode des Format-Objekts aus dem text-Paket, um die Beschränkungen zu prüfen.

Die Swing-Komponente JFormattedTextField ist ein JTextField mit einer Möglichkeit zur Formatierung und Validierung der Daten. Gültige Werte bestimmt ein im Konstruktor übergebenes java.text.Format-Objekt. Wollen wir Zahlenformate testen, geben wir zum Beispiel ein SimpleDateFormat-Objekt mit und für Dezimalfeldeingaben ein DecimalFormat-Exemplar.

Das folgende Programm zeigt die Anwendung eines Eingabefelds, das nur Datumswerte eines bestimmten Formats und Dezimalzahlen annimmt.

Listing 16.46 com/tutego/insel/ui/text/JFormattedTextDemo.java

JFrame frame = new JFrame(); 
frame.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
frame.setLayout( new GridLayout(0,1) ); 
 
ActionListener actionListener = new ActionListener() { 
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
    System.out.println( ((JFormattedTextField)e.getSource()).getText() ); 
} }; 
 
JTextField textField1 = new JFormattedTextField( 
    new SimpleDateFormat("MM/dd/yy") ); 
frame.add( textField1 ); 
textField1.addActionListener( actionListener ); 
 
JTextField textField2 = new JFormattedTextField( 
    new DecimalFormat("#,###") ); 
frame.add( textField2 ); 
textField2.addActionListener( actionListener ); 
 
frame.pack(); 
frame.setVisible( true );

Hinweis Während der Eingabe, also bei jedem Tastendruck, testet JFormattedTextField die Zeichenkette nicht auf ihre Korrektheit. So lässt sich in beide Textfelder erst einmal beliebiger Text eintragen. Erst bei einem Fokuswechsel oder einer Bestätigung mit Return arbeitet die Validierung von JTextField.

Hier allerdings nicht konsistent. Während bei einem zugewiesenen Datumsformat Eingaben wie »23/234/334« noch durchgehen und offensichtlich falsche Eingaben wie »blub« abgewiesen werden und nicht zu einem ActionEvent führen, benachrichtigt JTextField mit einem DecimalFormat("#,###") und dem Text »1,bla« unseren ActionListener. Das ist natürlich unsinnig, und wir müssen erneut prüfen. Ein Fokuswechsel validiert jedoch und trägt in das Textfeld »1« ein.



Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit der Klasse JTextArea lassen sich mehrzeilige editierbare Textfelder erzeugen. Der Zeichensatz kann genau ein Attribut annehmen, das heißt, die Schrift verfügt über genau eine Farbe und eine Schriftart; der Zeichensatz lässt sich mit setFont(Font) zuweisen.

Die JTextArea-Klasse stellt im Gegensatz zur AWT-Komponente TextArea keine automatischen Bildlaufleisten dar, eine Scroll-Eigenschaft muss nachträglich über eine JScrollPane realisiert werden.

Listing 16.47 com/tutego/insel/ui/text/JTextAreaDemo.java

package com.tutego.insel.ui.text; 
 
import javax.swing.*; 
import java.awt.*; 
import java.awt.event.*; 
 
class JTextAreaDemo extends JFrame 
{ 
  private Font font = new Font(Font.SANS_SERIF, Font.PLAIN, 12 ); 
 
  public JTextAreaDemo() 
  { 
    setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
 
    final JTextArea t = new JTextArea(); 
    t.setFont( font ); 
    add( new JScrollPane( t ) ); 
 
    ActionListener al = new ActionListener() 
    { 
      @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) 
      { 
        if ( "Ende".equals(e.getActionCommand()) ) 
          System.exit( 0 ); 
        if ( "fett".equals(e.getActionCommand()) ) 
          t.setFont( font = font.deriveFont( font.getStyle() ^ Font.BOLD ) ); 
        else if ( "kursiv".equals(e.getActionCommand()) ) 
          t.setFont( font = font.deriveFont( font.getStyle() ^ Font.ITALIC ) ); 
      } 
    }; 
    JPanel panel = new JPanel( new GridLayout(1,3) ); 
    add( panel, BorderLayout.PAGE_START ); 
 
    AbstractButton button; 
 
    panel.add( button = new JToggleButton("fett") ); 
    button.addActionListener( al ); 
    button.setFont( font.deriveFont( Font.BOLD ) ); 
 
    panel.add( button = new JToggleButton("kursiv") ); 
    button.addActionListener( al ); 
    button.setFont( font.deriveFont( Font.ITALIC ) ); 
 
    panel.add( button = new JButton("Ende") ); 
    button.addActionListener( al ); 
 
    setSize( 400, 600 ); 
  } 
 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    new JTextAreaDemo().setVisible( true ); 
  } 
}

Die Zeile mit der Anweisung font.getStyle() ^ Font.BOLD dreht über den Xor-Operator das entsprechende Flag um. War das Bit für Font.BOLD vorher gesetzt, ist es nach der Xor-Operation gelöscht. Genauso ist es umgekehrt: War es nicht gesetzt, ist es anschließend gesetzt. Die Konstanten sind mit 1 (BOLD), 2 (ITALIC) vorbelegt – also einmal Bit 1 und einmal Bit 2.

Abbildung 16.19 Eine JTextArea


class javax.swing.JTextArea 
extends JTextComponent

  • JTextArea()
    Ein neues JTextArea-Objekt wird erzeugt.
  • JTextArea( int rows, int columns )
    Erzeugt ein neues Objekt mit gegebener Anzahl Zeilen und Spalten.
  • JTextArea( String text )
    Erzeugt ein JTextArea-Objekt mit einem Starttext.
  • JTextArea( String, int rows, int columns )
    Eine Kombination aus den beiden vorigen Konstruktoren.

Unterschiedliche Methoden erfragen das Layout und erlauben eine Änderung.

  • int getColumns(), int getRows()
    Gibt die Anzahl der Spalten und Zeilen an.
  • void setColumns( int columns ), void setRows( int rows )
    Setzt die Anzahl der Spalten und Zeilen neu.
  • int getLineCount()
    Liefert die Anzahl der Zeilen.

Praktisch sind die int-gebenden Methoden getLineEndOffset(int line), getLineStartOffset(int line) und getLineOfOffset(int offset), die Zeichen-Position mit Zeilennummern zusammenbringen.

Modifikationen des Textes sind ebenfalls möglich und gehen über die Methoden der Oberklasse JTextComponent hinaus.

  • void append( String str )
    Hängt den String an den vorhandenen Text an. Diese Methode steht in der Oberklasse JTextComponent nicht zur Verfügung.
  • void insert( String str, int pos )
    Fügt den String an die Position pos ein.
  • void replaceRange( String str, int start, int end )
    Ersetzt Text von start bis end durch den neuen Text str.

Scrolling

Wie üblich besitzt die JTextArea keine Rollbalken und muss zwecks Scrolling in eine JScrollPane eingebaut werden. Es ist praktisch zu wissen, dass sich einzelne Rollbalken einer JScrollPane mit get[Vertical|Horizontal]ScrollBar erfragen lassen. Denn wenn zum Beispiel am Ende etwas angehängt wird, scrollt die JTextArea nicht automatisch mit nach unten. Nach dem Einfügen können wir jedoch den vertikalen Rollbalken erfragen und von Hand den Wert auf das Maximum setzen:

JScrollBar bar = scrollPane.getVerticalScrollBar(); 
bar.setValue( bar.getMaximum() );

Galileo Computing - Zum Seitenanfang

16.17.6 Editor-Klasse (JEditorPane) topZur vorigen Überschrift

Die Klasse JEditorPane ist eine sehr leistungsfähige Textkomponente für verschiedene Textformate. Die Swing-Implementierung unterstützt HTML und Rich Text Format (RTF), eigene Implementierungen lassen sich ohne große Probleme ergänzen. Diese werden Editor-Kits genannt. Der Editor stellt Text dar, der ihm mit setContentType() übergeben wird. Das Editor-Kit wird dann mit setEditorKit() zugewiesen. Ohne eigene Erweiterungen sind »text/html« (Standard), »text/plain« und »text/rtf« erlaubt. Soll nur Text ohne Formatierungen und ohne Attribute dargestellt werden, lässt sich auch gleich JTextField verwenden.

Meistens wird eine JEditorPane über einen Konstruktor erzeugt, dem eine URL oder ein String mit einer URL übergeben wird. Für Programme mit Dateien auf dem lokalen Dateisystem wird dann die URL mit file:// beginnen. Wird mit dem Standard-Konstruktor gearbeitet, kann später mit setPage() ein URL-Objekt oder ein String eine Seite neu belegen. Auch setText() erlaubt ein Setzen des Inhalts. Zu guter Letzt lässt sich der Editor auch mit einem InputStream über read() mit Inhalt füllen.

Mit diesem Wissen lässt sich ein kleiner Webbrowser implementieren.

Listing 16.48 com/tutego/insel/ui/text/JBrowser.java

package com.tutego.insel.ui.text; 
 
import javax.swing.*; 
import javax.swing.event.*; 
import java.io.*; 
import java.net.*; 
 
public class JBrowser extends JEditorPane implements HyperlinkListener 
{ 
  JBrowser( String url ) 
  { 
    setEditable( false ); 
    addHyperlinkListener( this ); 
 
    try 
    { 
      setPage( new URL(url) ); 
    } 
    catch ( IOException e ) { e.printStackTrace(); } 
  } 
 
  @Override public void hyperlinkUpdate( HyperlinkEvent event ) 
  { 
    HyperlinkEvent.EventType typ = event.getEventType(); 
 
    if ( typ == HyperlinkEvent.EventType.ACTIVATED ) 
    { 
      try 
      { 
        setPage( event.getURL() ); 
      } 
      catch( IOException e ) { 
        JOptionPane.showMessageDialog( this, 
                                      "Kann dem Link nicht folgen: " 
                                      + event.getURL().toExternalForm(), 
                                      "Ladefehler", 
                                      JOptionPane.ERROR_MESSAGE ); 
      } 
    } 
  } 
 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    JFrame f = new JFrame(); 
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
    f.setSize( 600, 500 ); 
    f.add( new JScrollPane(new JBrowser("http://www.heise.de/index.html")) ); 
    f.setVisible( true ); 
  } 
}

class javax.swing.JEditorPane 
extends JTextComponent

  • JEditorPane()
    Erzeugt einen neuen Editor.
  • JEditorPane( String url ), JEditorPane( URL url )
    Erzeugt einen neuen Editor mit dem Inhalt, auf den die URL zeigt.
  • void setPage( String url ), void setPage( URL page )
    Zeigt eine neue Seite an.
  • void addHyperlinkListener( HyperlinkListener l )
    Reagiert auf das Aktivieren von Hyperlinks.
  • void removeHyperlinkListener( HyperlinkListener l )
    Entfernt den Horcher.


Ihr Kommentar

Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen? Wir freuen uns immer über Ihre freundlichen und kritischen Rückmeldungen.






<< zurück
  Zum Katalog
Zum Katalog: Java ist auch eine Insel





Java ist auch eine Insel
Jetzt bestellen


 Ihre Meinung?
Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen?
Ihre Meinung

 Tipp
Zum Katalog: Coding for Fun





 Coding for Fun


 Buchempfehlungen
Zum Katalog: Objektorientierte Programmierung





 Objektorientierte
 Programmierung


Zum Katalog: Einstieg in Eclipse 3.4






 Einstieg in
 Eclipse 3.4


Zum Katalog: Java 6 lernen mit Eclipse






 Java 6 lernen
 mit Eclipse


Zum Katalog: NetBeans Platform 6






 NetBeans
 Platform 6


Zum Katalog: Java und XML






 Java und XML


Zum Katalog: Visual C# 2008






 Visual C# 2008


Zum Katalog: IT-Handbuch für Fachinformatiker






 IT-Handbuch für
 Fachinformatiker


Zum Katalog: C++ von A bis Z






 C++ von A bis Z


 Shopping
Versandkostenfrei bestellen in Deutschland und Österreich
InfoInfo




Copyright © Galileo Press 2009
Für Ihren privaten Gebrauch dürfen Sie die Online-Version natürlich ausdrucken. Ansonsten unterliegt das <openbook> denselben Bestimmungen, wie die gebundene Ausgabe: Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


[Galileo Computing]

Galileo Press, Rheinwerkallee 4, 53227 Bonn, Tel.: 0228.42150.0, Fax 0228.42150.77, info@galileo-press.de