Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Angewandte Objektorientierung
8 Exceptions
9 Generics, innere Klassen
10 Die Klassenbibliothek
11 Threads und nebenläufige Programmierung
12 Datenstrukturen und Algorithmen
13 Raum und Zeit
14 Dateien und Datenströme
15 Die eXtensible Markup Language (XML)
16 Grafische Oberflächen mit Swing
17 Grafikprogrammierung
18 Netzwerkprogrammierung
19 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
20 JavaServer Pages und Servlets
21 Applets
22 Midlets und die Java ME
23 Datenbankmanagement mit JDBC
24 Reflection und Annotationen
25 Logging und Monitoring
26 Sicherheitskonzepte
27 Java Native Interface (JNI)
28 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
Stichwort

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Java ist auch eine Insel (8. Auflage) von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel (8. Auflage)

Java ist auch eine Insel (8. Aufl.)
8., aktual. Auflage, geb., mit DVD
1.475 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1371-4
Pfeil 16 Grafische Oberflächen mit Swing
Pfeil 16.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
Pfeil 16.1.1 SwingSet-Demos
Pfeil 16.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
Pfeil 16.1.3 Java Foundation Classes
Pfeil 16.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
Pfeil 16.1.5 Die Klasse Toolkit
Pfeil 16.2 Fenster unter grafischen Oberflächen
Pfeil 16.2.1 Swing-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
Pfeil 16.2.3 AWT-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.4 Sichtbarkeit des Fensters
Pfeil 16.2.5 Größe und Position des Fensters verändern
Pfeil 16.2.6 Unterklassen der Fenster-Klassen bilden
Pfeil 16.2.7 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz
Pfeil 16.2.8 Dynamisches Layout während einer Größenänderung
Pfeil 16.3 Beschriftungen (JLabel)
Pfeil 16.3.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
Pfeil 16.4 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
Pfeil 16.5 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
Pfeil 16.5.1 Die Klasse AWTEvent
Pfeil 16.5.2 Events auf verschiedenen Ebenen
Pfeil 16.5.3 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
Pfeil 16.5.4 Listener implementieren
Pfeil 16.5.5 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
Pfeil 16.5.6 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
Pfeil 16.5.7 Adapterklassen nutzen
Pfeil 16.5.8 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
Pfeil 16.6 Schaltflächen
Pfeil 16.6.1 Normale Schaltflächen (JButton)
Pfeil 16.6.2 Der aufmerksame ActionListener
Pfeil 16.6.3 Basisklasse AbstractButton
Pfeil 16.6.4 Wechselknopf (JToggleButton)
Pfeil 16.7 Swing Action
Pfeil 16.8 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
Pfeil 16.8.1 Tooltips
Pfeil 16.8.2 Rahmen (Border)
Pfeil 16.8.3 Fokus und Navigation
Pfeil 16.8.4 Ereignisse jeder Komponente
Pfeil 16.8.5 Die Größe und Position einer Komponente
Pfeil 16.8.6 Komponenten-Ereignisse
Pfeil 16.8.7 Hinzufügen von Komponenten
Pfeil 16.8.8 UI-Delegate – der wahre Zeichner
Pfeil 16.8.9 Undurchsichtige (opake) Komponente
Pfeil 16.8.10 Properties und Listener für Änderungen
Pfeil 16.9 Container
Pfeil 16.9.1 Standardcontainer (JPanel)
Pfeil 16.9.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
Pfeil 16.9.3 Reiter (JTabbedPane)
Pfeil 16.9.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
Pfeil 16.10 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
Pfeil 16.10.1 Übersicht über Layoutmanager
Pfeil 16.10.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
Pfeil 16.10.3 Im Fluss mit FlowLayout
Pfeil 16.10.4 Mit BorderLayout in allen Himmelsrichtungen
Pfeil 16.10.5 Rasteranordnung mit GridLayout
Pfeil 16.10.6 Der GridBagLayout-Manager
Pfeil 16.10.7 Null-Layout
Pfeil 16.10.8 BoxLayout
Pfeil 16.10.9 Weitere Layoutmanager
Pfeil 16.11 Rollbalken und Schieberegler
Pfeil 16.11.1 Schieberegler (JSlider)
Pfeil 16.11.2 Rollbalken (JScrollBar)
Pfeil 16.12 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
Pfeil 16.12.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
Pfeil 16.12.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
Pfeil 16.12.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
Pfeil 16.13 Fortschritte bei Operationen überwachen
Pfeil 16.13.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
Pfeil 16.13.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
Pfeil 16.14 Menüs und Symbolleisten
Pfeil 16.14.1 Die Menüleisten und die Einträge
Pfeil 16.14.2 Menüeinträge definieren
Pfeil 16.14.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
Pfeil 16.14.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
Pfeil 16.14.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
Pfeil 16.14.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
Pfeil 16.14.7 Symbolleisten alias Toolbars
Pfeil 16.14.8 Popup-Menüs
Pfeil 16.14.9 System-Tray nutzen
Pfeil 16.15 Das Model-View-Controller-Konzept
Pfeil 16.16 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
Pfeil 16.16.1 Auswahlmenü (JComboBox)
Pfeil 16.16.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag
Pfeil 16.16.3 Datumsauswahl
Pfeil 16.16.4 Listen (JList)
Pfeil 16.16.5 Drehfeld (JSpinner)
Pfeil 16.17 Texteingabefelder
Pfeil 16.17.1 Text in einer Eingabezeile
Pfeil 16.17.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
Pfeil 16.17.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
Pfeil 16.17.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
Pfeil 16.17.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
Pfeil 16.17.6 Editor-Klasse (JEditorPane)
Pfeil 16.18 Tabellen (JTable)
Pfeil 16.18.1 Ein eigenes Tabellen-Model
Pfeil 16.18.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
Pfeil 16.18.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
Pfeil 16.18.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
Pfeil 16.18.5 Zell-Editoren
Pfeil 16.18.6 Größe und Umrandung der Zellen
Pfeil 16.18.7 Spalteninformationen
Pfeil 16.18.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen
Pfeil 16.18.9 Selektionen einer Tabelle
Pfeil 16.18.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter
Pfeil 16.19 Bäume (JTree)
Pfeil 16.19.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
Pfeil 16.19.2 Selektionen bemerken
Pfeil 16.19.3 Das TreeModel von JTree
Pfeil 16.20 JRootPane und JDesktopPane
Pfeil 16.20.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
Pfeil 16.20.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
Pfeil 16.21 Dialoge und Window-Objekte
Pfeil 16.21.1 JWindow und JDialog
Pfeil 16.21.2 Modal oder nicht-modal
Pfeil 16.21.3 Standarddialoge mit JOptionPane
Pfeil 16.21.4 Der Dateiauswahldialog
Pfeil 16.22 Flexibles Java-Look-and-Feel
Pfeil 16.22.1 Look and Feel global setzen
Pfeil 16.22.2 UIManager
Pfeil 16.22.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern
Pfeil 16.23 Die Zwischenablage (Clipboard)
Pfeil 16.23.1 Clipboard-Objekte
Pfeil 16.23.2 Auf den Inhalt zugreifen mit Transferable
Pfeil 16.23.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
Pfeil 16.23.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
Pfeil 16.23.5 Drag
Pfeil 16.24 Undo durchführen
Pfeil 16.25 AWT, Swing und die Threads
Pfeil 16.25.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
Pfeil 16.25.2 Swing ist nicht Thread-sicher
Pfeil 16.25.3 invokeLater() und invokeAndWait()
Pfeil 16.25.4 SwingWorker
Pfeil 16.25.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen
Pfeil 16.25.6 Auf alle Ereignisse hören
Pfeil 16.26 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
Pfeil 16.27 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
Pfeil 16.28 Alternativen zu AWT und Swing
Pfeil 16.28.1 XML-Beschreibungen der Oberfläche: Swixml, XUL/Luxor
Pfeil 16.28.2 SWT (Standard Widget Toolkit)
Pfeil 16.29 Zum Weiterlesen


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16.14 Menüs und Symbolleisten Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Menüs lassen sich in Fenstermenüs, die immer mit einem Fenster verbunden sind, oder Popup-Menüs einteilen, die an bestimmten Stellen auftauchen und an keine feste Stelle gebunden sind. An diesem Punkt ist ein Unterschied in den Fensterarchitekturen zu verzeichnen: Während bei den meisten Windows-Systemen die Menüs Teil des Fensterrahmens sind, befinden sich die Menüeinträge beim Macintosh immer am oberen Bildschirmrand. Dies bedeutet auch, dass beim Mac jede Anwendung die Menüleiste quasi austauscht, während unter Windows jedes Programm über seine eigene Menüleiste verfügt und problemlos mehrere verschiedene Programme mit verschiedenen Menüleisten nebeneinander laufen können. Inzwischen macht sich aber eine neue Tendenz bei den Menüleisten bemerkbar: der Weg von den fest verankerten Menüpunkten hin zur flexiblen Anordnung am Fensterrahmen oder als eigenes Fenster. Die Menüs sind somit beweglich geworden, und die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Menüart weiter verbreitet.


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16.14.1 Die Menüleisten und die Einträge Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Menübalken nimmt Menüeinträge auf und dient als Container für weitere Menüs. Er sitzt auf einem Top-Level-Container außerhalb der Content-Pane. Ein Menü enthält Einträge (engl. items), die eine Aktion auslösen. Jeder Eintrag kann weitere Einträge enthalten. Diese werden dann »Untermenü« (engl. submenu) genannt.

Zunächst müssen wir einen Menübalken erzeugen. Dazu dient die Klasse JMenuBar. Die Einträge erzeugen wir mit der Klasse JMenu.


Beispiel Erzeuge eine Menüzeile mit einem Menü. Hänge die Menüzeile an ein Fenster f:

Listing 16.31 JMenuDemo.java, Ausschnitt

JMenuBar menuBar = new JMenuBar(); 
JMenu fileMenu = new JMenu( "Datei" ); 
menuBar.add( fileMenu ); 
f.setJMenuBar( menuBar );

Die add()-Methode der Klasse JMenuBar fügt der Menüzeile einen Eintrag hinzu. Dieser befindet sich dann direkt unter dem Titel des Fensters und ist immer sichtbar. setJMenuBar(), eine Methode von JFrame, weist den Menübalken einem Fenster zu. Auch Applets können unter Swing einen Menübalken besitzen – eine Fähigkeit, die Applets unter dem AWT versagt blieb.


class javax.swing.JMenuBar 
extends JComponent 
implements Accessible, MenuElement

  • JMenuBar()
    Erzeugt einen neue vertikale Menüleiste.
  • JMenu add( JMenu c )
    Fügt der Menüleiste einen Menüeintrag am Ende hinzu.
  • int getMenuCount()
    Liefert die Anzahl der Menüeinträge.

class javax.swing.JMenu 
extends JMenuItem 
implements Accessible, MenuElement

  • JMenu( String s )
    Erzeugt einen Menüeintrag mit einem bestimmten Text. Das Menü kann nicht abgezogen werden (kein Tear-off-Menü).
  • JMenu()
    Erzeugt einen Menüeintrag ohne Text (kein Tear-off-Menü).
  • JMenu( String s, boolean b )
    Erzeugt ein Menu-Objekt mit gesetztem Namen, das durch den booleschen Parameter gesteuert abziehbar ist (Tear-off-Menü). Diese Möglichkeit muss nicht in jeder Implementierung gegeben sein.

class javax.swing.JFrame 
extends Frame 
implements WindowConstants, Accessible, RootPaneContainer

  • void setJMenuBar( JMenuBar menubar )
    Setzt die Menüleiste des Fensters.

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16.14.2 Menüeinträge definieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Auf jedem horizontalen Eintrag der Menüzeile, den JMenu-Objekten, lassen sich mit add() die vertikalen Elemente hinzufügen. Der Parametertyp ist JMenuItem und umfasst damit:

  • JMenuItem als direkte Menüelemente, die den typischen Schaltflächen entsprechen
  • JMenu als Unterklasse von JMenuItem für Untermenüs
  • JCheckBoxMenuItem und JRadioButtonMenuItem sind ebenfalls zwei Unterklassen von JMenuItem, die einen angewählten Status anzeigen.

Tipp Hierarchische Menüs dürfen nur für wenig gebrauchte Operationen benutzt werden. Dies gilt noch mehr für Popup-Menüs.



Beispiel Erzeuge ein neues Menü-Element für die Hilfe und hänge ihm einen Eintrag an.

Listing 16.32 JMenuDemo.java, Ausschnitt

JMenu helpMenu = new JMenu( "Hilfe" ); 
menuBar.add( helpMenu ); 
helpMenu.add( new JMenuItem("Über das Programm") );

Im Beispiel erzeugt ein mit einem String parametrisierter Konstruktor das JMenuItem und bestimmt auf diese Weise den Namen der Schaltfläche. Die Klasse bietet jedoch außerdem überladene Konstruktoren, die an JButton erinnern – kein Wunder, da JMenuItem eine Unterklasse von AbstractButton ist.


class javax.swing.JMenu 
extends JMenuItem 
implements Accessible, MenuElement

  • MenuItem add( JMenuItem menuItem )
  • MenuItem add( String s )
    Fügt dem Menüeintrag ein neues Element hinzu.
  • void addSeparator()
    Fügt eine Menütrennlinie ein.

class javax.swing.JMenuItem 
extends AbstractButton 
implements Accessible, MenuElement

  • JMenuItem()
    Erzeugt ein MenuItem ohne Text und Bild.
  • JMenuItem( String text )
    Erzeugt einen neuen Eintrag mit Text.
  • JMenuItem( Icon icon )
    Erzeugt einen neuen Eintrag mit Bild.
  • JMenuItem( String text, Icon icon )
    Erzeugt einen neuen Eintrag mit vorgeschriebenem Text und Bild.
  • JMenuItem( String text, int mnemonic )
    Erzeugt MenuItem mit Text und Mnemonic.
  • void setEnabled( boolean b )
    Aktiviert oder deaktiviert den Menüeintrag.
  • void setText( String text )
    Setzt den Text des Eintrags. Die Methode wird von AbstractButton geerbt.

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16.14.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Menüeinträge lassen sich sehr gut mit Action-Objekten beschreiben, unter anderem deswegen, weil einige Operationen auch über die Symbolleiste aktiviert werden und dahinter der gleiche Programmcode sowie die gleichen Tooltips und Icons stehen. In unserem Menü-Beispiel sieht ein Action-Objekt für den Menü-Eintrag DateiBeenden am Menü fileMenu so aus:

Listing 16.33 JMenuDemo.java, Ausschnitt

Action exitAction = new AbstractAction( "Beenden" ) { 
  public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
    System.exit( 0 ); 
  } 
}; 
fileMenu.add( exitAction );

Der mit einem String parametrisierte Konstruktor von AbstractAction setzt direkt das Property »name«.

Icons in Menüs und Symbolleisten

Das Setzen von Icons übernehmen zwei Properties: SMALL_ICON und LARGE_ICON_KEY. Swing wählt für den passenden Fall das richtige Icon: für Menüs das kleinere SMALL_ICON und für Symbolleisten das LARGE_ICON_KEY.


Beispiel Die Properties eines Action-Objekts für die Öffnen-Aktion:

Listing 16.34 JMenuDemo.java, Ausschnitt

final Icon smallIcon = new ImageIcon( 
                     JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen16x16.png") ); 
final Icon largeIcon = new ImageIcon( 
                     JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen22x22.png") ); 
 
Action openAction = new AbstractAction() { 
  { putValue( Action.NAME, "Öffnen" ); 
    putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 1 ); 
    putValue( Action.SMALL_ICON,     smallIcon ); 
    putValue( Action.LARGE_ICON_KEY, largeIcon ); } 
  public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
    System.out.println( "Öffnen..." ); 
  } 
};


Tipp Die Ellipse »...« hinter dem Menüeintrag deutet an, dass der Benutzer einen Dialog erhält, bevor er eine Aktion auslöst.



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16.14.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Auswahl der Menüpunkte über die Maus ist nicht die schnellste (und gesündeste) [http://de.wikipedia.org/wiki/Mausarm] , weil der Benutzer von der Tastatur auf die Maus übergehen muss, die Auswahl trifft und dann wieder zurück zur Tastatur geht. Dies ist ein Kontextwechsel, der Zeit kostet. Besser – und für Behinderte von großem Vorteil – ist die zusätzliche Möglichkeit der Menüauswahl über die Tastatur. Dazu definieren Swing und die meisten grafischen Oberflächen zwei unterschiedliche Techniken:

  • Tastatur-Shortcuts werden auch Accelerators genannt und definieren Tastenkombinationen, mit denen sich Aktionen direkt ausführen lassen. Die Tastatur-Shortcuts werden immer mit einer Steuerungstaste (üblich ist Strg) und einem anderen Buchstaben aktiviert. Eine Abkürzung zum Markieren des gesamten Textes kann zum Beispiel Strg + A sein, zum Speichern des Textes Strg + S. Shortcuts beschleunigen die Arbeit ungemein und sollten für häufig benötigte Aktionen immer vergeben werden. Die Funktionstaste F1 zählt auch zu den Tastatur-Shortcuts.
  • Tastenkürzel, auch Mnemonics genannt. Sie gibt es bei allen Schaltflächen, also auch bei Menüs. Dabei ist ein Buchstabe unterstrichen, zum Beispiel in »Alles markieren«. Bei geöffnetem Menü aktiviert ein Druck auf die Taste A dann den Menüpunkt. Die Hauptmenüpunkte werden unter Windows mit der Metataste Alt angezeigt. Möchten wir etwa das Menü unter »Datei« öffnen, so drücken wir Alt + D.

Zwei Arten der Zuweisung

Für die Zuweisung eines Accelerators und von Mnemonics gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal das Action-Objekt – mit den Möglichkeiten wie oben beschrieben – oder über Setter vom JMenuItem.


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16.14.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Methode setAccelerator() verbindet ein JMenuItem oder ein JMenu mit einem Accelerator. Ein Argument der Methode ist ein KeyStroke-Objekt, das das Tastenkürzel definiert.


Beispiel Definiere für einen Menüeintrag item die Abkürzung Strg + C:

item.setAccelerator( 
  KeyStroke.getKeyStroke( 'C', InputEvent.CTRL_DOWN_MASK ) 
);

Die Klasse KeyStroke definiert keine Konstruktoren, nur einige Fabrikmethoden, die Key-Stroke-Objekte zurückliefern. Neben den normalen Zeichen können auch andere Zeichen – zum Beispiel die Funktionstasten – Aktionen auslösen. Die Taste F1 ist oft mit einer Hilfe verbunden.


class javax.swing.KeyStroke 
extends AWTKeyStroke

  • static KeyStroke getKeyStroke( char keyChar )
    Erzeugt ein KeyStroke-Objekt mit dem definierten Zeichen.
  • static KeyStroke getKeyStroke( int keyCode, int modifiers )
    Erzeugt ein KeyStroke-Objekt mit dem definierten Zeichen und gegebenen Modifizierern. Dafür deklariert die Klasse java.awt.event.InputEvent die Konstanten SHIFT_MASK, CTRL_MASK, META_MASK und ALT_MASK.
  • static KeyStroke getKeyStroke( String s )
    Parst s und liefert einen String zurück. Der String beschreibt die Tastenkombination. Der allgemeine Aufbau ist <modifiers>* (<typedID> | <pressedReleasedID>). Zu den Modifizierer-Strings zählen shift, control, ctrl, meta, alt, button1, button2 und button3. So ist zum Beispiel die Zeichenkette »control DELETE« gleichwertig mit getKeyStroke(KeyEvent.VK_DELETE, InputEvent.CTRL_DOWN_MASK) und »alt shift Q« gleichwertig mit getKeyStroke(KeyEvent.VK_Q, InputEvent.ALT_DOWN_MASK | InputEvent.SHIFT_DOWN_ MASK).

class javax.swing.JMenuItem 
extends AbstractButton 
implements Accessible, MenuElement

  • void setAccelerator( KeyStroke keyStroke )
    Setzt einen neuen Accelerator.
  • KeyStroke getAccelerator()
    Liefert den aktuell zugewiesenen KeyStroke, der als Accelerator eingetragen ist.

Standards wahren

Auf keinen Fall dürfen wir es versäumen, uns an die Vorgaben und Normen bei der Wahl der Shortcuts zu halten. Es ist unsinnig, sich neue Tastatur-Shortcuts zu überlegen, die entgegen allen Erwartungen funktionieren. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Styleguides eingebürgert: So wird beispielsweise für »Datei öffnen« der Shortcut Strg + O verwendet und nicht etwa Strg + C, der eine getätigte Selektion in die Zwischenablage (engl. clipboard) kopiert. Die folgende Tabelle listet einige Shortcuts auf:


Sequenz Bedeutung

Strg + N

neue Datei

Strg + O

Datei öffnen

Strg + S

Datei speichern

Strg + P

drucken

Strg + C

Selektion in die Zwischenablage

Strg + V

aus der Zwischenablage einfügen

Strg + X

Selektion ausschneiden und in die Zwischenablage legen

Strg + F

suchen

F1

Hilfe

F5

Darstellung aktualisieren

Entf

selektiertes Element löschen



Tipp Der Benutzer sollte alle Shortcuts ändern können – der Designer gibt lediglich Standardwerte vor. Diese vorgegebenen Werte sollten aber nicht einfach das Alphabet durchwandern.



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16.14.6 Tastenkürzel (Mnemonics) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Neben den Shortcuts gibt es die unterstrichenen Buchstaben bei Beschriftungen: die Mnemonics. Sie werden einfach mit der Methode setMnemonic(char) gesetzt. Da Menüs spezielle Schaltflächen sind, wird auch die Methode von AbstractButton geerbt.


abstract class javax.swing.AbstractButton 
extends JComponent 
implements ItemSelectable, SwingConstants

  • void setMnemonic( int mnemonic )
    Setzt ein Tastatur-Mnemonic.
  • int getMnemonic()
    Liefert den gesetzten Mnemonic.

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16.14.7 Symbolleisten alias Toolbars Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit der Klasse JToolBar, die unter dem AWT keine Entsprechung besitzt, lassen sich Symbolleisten erstellen. Diese Symbolleisten enhalten häufig eine Menge von Schaltflächen, die horizontal oder vertikal angeordnet sein dürfen. Für die JToolBar-Klasse ist dies aber unerheblich, da sie beliebige Swing-Komponenten annimmt. Schöner sieht es jedoch aus, wenn alle Komponenten die gleiche Größe aufweisen.

Für die JToolBar wollen wir unser Programm JMenuDemo vervollständigen. Es soll die Möglichkeit bieten, eine Datei zu öffnen und in einem Textbereich anzuzeigen.

Listing 16.35 com/tutego/insel/ui/swing/JMenuDemo.java

package com.tutego.insel.ui.swing; 
 
import java.awt.BorderLayout; 
import java.awt.event.ActionEvent; 
import java.io.FileReader; 
import java.io.IOException; 
 
import javax.swing.*; 
 
public class JMenuDemo 
{ 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    JFrame f = new JFrame(); 
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
    f.setSize( 300, 200 ); 
 
    final JTextArea textArea = new JTextArea(); 
    f.add( new JScrollPane(textArea) ); 
 
    JMenuBar menuBar = new JMenuBar(); 
    JMenu fileMenu = new JMenu( "Datei" ); 
    menuBar.add( fileMenu ); 
    JMenu helpMenu = new JMenu( "Hilfe" ); 
    menuBar.add( helpMenu ); 
    f.setJMenuBar( menuBar ); 
    helpMenu.add( new JMenuItem("Über das Programm") ); 
 
    final Icon smallIcon = new ImageIcon( 
                      JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen16x16.png") ); 
    final Icon largeIcon = new ImageIcon( 
                      JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen22x22.png") ); 
 
    Action openAction = new AbstractAction() { 
      { putValue( Action.NAME,                         "Öffnen" ); 
        putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 1 ); 
        putValue( Action.SMALL_ICON,                   smallIcon ); 
        putValue( Action.LARGE_ICON_KEY,               largeIcon ); 
      } 
      @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
        JFileChooser fileChooser = new JFileChooser(); 
        if ( fileChooser.showOpenDialog( null ) == JFileChooser.APPROVE_OPTION ) 
        { 
          FileReader in = null; 
          try { 
            textArea.read( in=new FileReader(fileChooser.getSelectedFile()), null ); 
          } 
          catch ( IOException ex ) { 
            textArea.setText( ex.getMessage() ); 
          } 
          finally { 
            try { in.close(); } catch ( Exception ex ) { } 
          } 
        } 
      } 
    }; 
 
    fileMenu.add( openAction ); 
    fileMenu.addSeparator(); 
 
    fileMenu.add( new AbstractAction() { 
      { putValue( Action.NAME,                         "Beenden" ); 
        putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 0 ); 
      } 
      @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
        System.exit( 0 ); 
      } 
    } ); 
 
    JToolBar toolbar = new JToolBar(); 
    toolbar.add( openAction ); 
    f.add( toolbar, BorderLayout.PAGE_START ); 
    f.setVisible( true ); 
  } 
}

Hinweis Das Laden eines Textes sollte in einem Hintergrund-Thread geschehen, um den AWT-Event-Thread nicht zu blockieren. Das zeigt das Beispiel aufgrund der Kürze nicht, wird jedoch in Abschnitt 16.25, »AWT, Swing und die Threads«, näher beleuchtet.


Der Benutzer kann die Symbolleisten frei verschieben. Dann erscheinen die aufgenommenen Komponenten in einem eigenen Fenster mit einem Titel, der sich im Konstruktor festlegen lässt. Diese Eigenschaft kann mit der Methode setFloatable(false) aber ausgeschaltet werden. Das kleine Fenster ist schwergewichtig.


class javax.swing.JToolBar 
extends JComponent 
implements SwingConstants, Accessible

  • JToolBar()
    Erstellt eine neue horizontale Toolbar.
  • JToolBar( String name )
    Erstellt eine neue Toolbar, die einen Namen in der Titelleiste anzeigt, wenn die Toolbar als Fenster dargestellt wird.
  • JToolBar( String name, int orientation )
    Eine neue Toolbar mit Namen und Orientierung (entweder JToolBar.HORIZONTAL oder VERTICAL).

Aus der Oberklasse Container erben wir die Möglichkeit, mittels add() Elemente aufzunehmen. Dennoch kommen weitere Methoden hinzu. Zu ihnen zählen:

  • void addSeparator(), void addSeparator( Dimension d )
    Fügt einen Freiraum ein. Bei der parameterlosen Variante bestimmt das aktuelle Look & Feel das Aussehen.
  • void setRollover( boolean rollover )
    Stellt die Elemente mit einem Roll-over-Effekt dar. Die Methode getRollover() erfragt diesen Zustand.
  • void setFloatable( boolean f )
    Lässt sich die Toolbar zu einem Fenster abreißen? Standardmäßig ja. getFloatable() erfragt das Flag. Dazu muss die Komponente allerdings in einem Container liegen, der BorderLayout nutzt.

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16.14.8 Popup-Menüs Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Popup-Menüs sind nicht wie normale Menüs an eine bestimmte Position gebunden, sondern tauchen meistens dort auf, wo der Benutzer mit der rechten Maustaste geklickt hat. Eine andere häufig gebrauchte Bezeichnung ist Kontextmenü, weil das Menü je nach dem Kontext, in dem es aufgerufen wird, verschiedene Einträge besitzt. Ein Beispiel sind grafische Oberflächen. Wenn wir dort auf einer Datei das Kontextmenü bemühen, findet sich ein Eintrag wie »Öffnen« und »Bearbeiten«. Auf einem Verzeichnis fehlen jedoch solche Bearbeitungsmöglichkeiten.


Tipp Popup-Menüs sollen die Navigation erleichtern, deshalb sollten sie nicht zu lang sein oder zu viele Ebenen besitzen. Gleiches gilt übrigens für die Menüstruktur. Wenn es mehr als drei Ebenen werden, sollte über eine Neugestaltung nachgedacht werden. Wenn der Benutzer am unteren Rand ist, so ist nicht abzuschätzen, wo die Auswahlliste angezeigt wird.


Abbildung 16.16 Ein Popup-Menü auf einem Textfeld

Popup-Menüs (JPopupMenu)

Für Popup-Menüs ist die Klasse JPopupMenu zuständig. Beim AWT ist es die Klasse java.awt.PopupMenu. JPopupMenu ist eine normale JComponent, während PopupMenu eine Unterklasse von java.awt.Menu ist.

Popup-Menüs unterscheiden sich vom Aufbau her nicht von normalen Menüs. Die Menüeinträge vom Typ JMenuItem sowie Trennlinien werden wie bekannt eingefügt.


Beispiel Erzeuge ein Popup-Menü mit zwei Einträgen:

JPopupMenu popmen = new JPopupMenu(); 
JMenuItem menu1 = new JMenuItem( "Eintrag 1"); 
popmen.add( menu1 ); 
popmen.add( new JMenuItem("Eintrag 2") );

Ein Popup-Menü wird mit der Methode add() einer Komponente hinzugefügt, doch springt es beim Mausklick nicht selbstständig auf. Wir müssen selbst auf das Mausereignis hören und eigenständig das Menü mit der show()-Methode aufspringen lassen – daher der Name »Popup«. Der Methode müssen die Komponente, auf der das Menü aufspringen soll, und die Koordinaten übergeben werden.


Beispiel Die Maustaste für das Kontextmenü kann jedes System unterschiedlich definieren, und der Benutzer kann diese Einstellung auch umdefinieren. Das MouseEvent aus dem Ereignis bietet über isPopupTrigger()aber die Information, ob die Maustaste aktiviert wurde, mit der im Allgemeinen das Popup-Menü erscheint. Die Anzeige erfolgt mit show().

addMouseListener( new MouseAdapter() 
{ 
  public void mouseReleased( MouseEvent me ) { 
    if ( me.isPopupTrigger() ) 
      popmen.show( me.getComponent(), me.getX(), me.getY() ); 
  } 
} );


class javax.swing.JPopupMenu 
extends JComponent 
implements Accessible, MenuElement

  • JPopupMenu()
    Erzeugt ein Popup-Menü.
  • JMenuItem add( String s ), JMenuItem add( JMenuItem menuItem )
    Fügt dem Popup-Menü einen Eintrag hinzu.
  • void addSeparator()
    Fügt einen Trenner hinzu.
  • void show( Component invoker, int x, int y )
    Lässt das PopupMenu auf der Komponente invoker an der Position x, y aufspringen.

Ein allgemeiner Listener

Es wäre praktisch, wenn Swing eine Standard-Implementierung mitbrächte, die auf Grund eines Mausklicks gleich ein Popup-Menü öffnet, doch leider müssen wir eine solche kleine Klasse selbst schreiben.

Listing 16.36 com/tutego/insel/ui/swing/PopupMenuMouseListener.java

package com.tutego.insel.ui.swing; 
 
import java.awt.event.*; 
import javax.swing.JPopupMenu; 
 
public class PopupMenuMouseListener extends MouseAdapter 
{ 
  private final JPopupMenu popmen; 
 
  public PopupMenuMouseListener( JPopupMenu popmen ) 
  { 
    this.popmen = popmen; 
  } 
 
  @Override public void mouseReleased( MouseEvent me ) { 
    if ( me.isPopupTrigger() ) 
      popmen.show( me.getComponent(), me.getX(), me.getY() ); 
  } 
}

Unser PopupMenuMouseListener erweitert einen MouseAdapter und prüft in der überschriebenen Methode mouseReleased(), ob die richtige Maustaste gedrückt wurde. Wenn sie gedrückt wurde, öffnet show() das Popup-Menü. (Es gibt schon eine Schnittstelle PopupMenuListener, die jedoch für das Popup einer JComboBox bestimmt ist.)

Beispiel für ein JPopupMenu

Wir wollen nun ein Beispiel implementieren, das ein Popup-Menü anzeigt. Das Programm soll bei der Auswahl eines Elements den Menüeintrag in ein Textfeld schreiben.

Listing 16.37 com/tutego/insel/ui/swing/JPopupMenuDemo.java

package com.tutego.insel.ui.swing; 
 
import java.awt.event.*; 
import javax.swing.*; 
 
public class JPopupMenuDemo 
{ 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    JFrame f = new JFrame(); 
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
 
    final JPopupMenu popmen = new JPopupMenu(); 
    final JTextArea textArea = new JTextArea(); 
 
    f.add( new JScrollPane(textArea) ); 
 
    popmen.add( new JMenuItem( "Kompaktstaubsauger" ) ); 
    popmen.addSeparator();

Der erste Eintrag im Menü ist eine Überschrift ohne verbundenen Listener. Dann sollen einige Einträge in das Popup-Menü folgen; eine Swing-Action enthält den Listener und den Anzeigetext. Damit reagieren wir auf die Ereignisse, wenn der Benutzer einen Eintrag im Menü auswählt.

    for ( String s : ("AEG Vampyrino SX,Electrolux Clario Z 1941," +  
                      "Quelle Privileg Piccolino,Siemens Super T120VS12A00," +  
                      "Hoover Micro Power Electronic,Rowenta dymbo").split(",") ) 
    { 
      popmen.add( new AbstractAction(s) { 
        @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
          textArea.append( e.getActionCommand() + "\n" ); 
        } 
      } ); 
    }

Der letzte Schritt besteht nun darin, der JTextArea einen Listener mitzugeben, der auf die Maustaste hört, damit das Kontextmenü aufgerufen werden kann. Mit unserem PopupMenuMouseListener ist das ein Einzeiler:

    textArea.addMouseListener( new PopupMenuMouseListener(popmen) ); 
 
    f.setSize( 300, 300 ); 
    f.setVisible( true ); 
  } 
}

Tipp Popup-Menüs sollten einen ersten nicht selektierbaren Eintrag besitzen. Dies macht die Auswahl nicht wesentlich langsamer, ermöglicht aber das Abbrechen einer Operation auf einfachere Weise.



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16.14.9 System-Tray nutzen topZur vorigen Überschrift

Seit Java 6 lassen sich Icons in die System-Tray setzen und zusätzlich mit Popup-Menüs ausstatten. Im Zentrum stehen dabei zwei neue Klassen aus dem java.awt-Paket: TrayIcon repräsentiert die Symbole und Meldungen, die in die Tray kommen, und SystemTray repräsentiert die System-Tray selbst.

Um Symbole mit Popup-Menü in die Tray zu legen, sollte mit der statischen Funktion isSupported() zunächst das Vorhandensein der Tray getestet werden. Im nächsten Schritt ist ein TrayIcon zu bauen, das drei Argumente erwartet: ein java.awt.Image, einen String für den Tooltip und ein Exemplar eines java.awt.PopupMenu, wenn denn ein Menü definiert werden soll.

Listing 16.38 com/tutego/insel/ui/awt/SystemTrayDemo,java, main()

Image image = Toolkit.getDefaultToolkit().getImage(  
                SystemTrayDemo.class.getResource( "/images/javabean.gif") ); 
 
PopupMenu popup = new PopupMenu(); 
MenuItem item = new MenuItem( "Ende" ); 
item.addActionListener( new ActionListener() { 
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) { 
    System.exit( 0 ); 
  } 
} ); 
popup.add( item ); 
 
TrayIcon trayIcon = new TrayIcon( image, "Java-Tray ", popup ); 
trayIcon.setImageAutoSize( true );

Die Methode setImageAutoSize() passt das Icon der Größe des Containers an. Die skalierte Variante sieht nicht immer gut aus, ist aber bei verschiedenen vom Benutzer beliebig vorgebbaren Größen sinnvoll.

Dieses TrayIcon wird anschließend der System-Tray hinzugefügt:

SystemTray tray = SystemTray.getSystemTray(); 
tray.add( trayIcon );

Mit der Methode setImage() auf einem TrayIcon lässt sich die Grafik ändern und auf diese Weise eine Animation erzeugen. Den Tooltip ändert setTooltip(). Zum Anzeigen einer Meldung eignet sich displayMessage(), wie die folgenden Zeilen aus dem Demo-Programm zeigen:

trayIcon.displayMessage( "Formatierung beendet.", Zeilen-Umbruch 
                         "Sie können den Rechner jetzt neu installieren.", Zeilen-Umbruch 
                         TrayIcon.MessageType.INFO );

Neben TrayIcon.MessageType.INFO für eine Informationsmeldung existieren die Aufzählungen ERROR, NONE und WARNING.



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