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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Angewandte Objektorientierung
8 Exceptions
9 Generics, innere Klassen
10 Die Klassenbibliothek
11 Threads und nebenläufige Programmierung
12 Datenstrukturen und Algorithmen
13 Raum und Zeit
14 Dateien und Datenströme
15 Die eXtensible Markup Language (XML)
16 Grafische Oberflächen mit Swing
17 Grafikprogrammierung
18 Netzwerkprogrammierung
19 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
20 JavaServer Pages und Servlets
21 Applets
22 Midlets und die Java ME
23 Datenbankmanagement mit JDBC
24 Reflection und Annotationen
25 Logging und Monitoring
26 Sicherheitskonzepte
27 Java Native Interface (JNI)
28 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
Stichwort

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Java ist auch eine Insel (8. Auflage) von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel (8. Auflage)

Java ist auch eine Insel (8. Aufl.)
8., aktual. Auflage, geb., mit DVD
1.475 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1371-4
Pfeil 16 Grafische Oberflächen mit Swing
Pfeil 16.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
Pfeil 16.1.1 SwingSet-Demos
Pfeil 16.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
Pfeil 16.1.3 Java Foundation Classes
Pfeil 16.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
Pfeil 16.1.5 Die Klasse Toolkit
Pfeil 16.2 Fenster unter grafischen Oberflächen
Pfeil 16.2.1 Swing-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
Pfeil 16.2.3 AWT-Fenster darstellen
Pfeil 16.2.4 Sichtbarkeit des Fensters
Pfeil 16.2.5 Größe und Position des Fensters verändern
Pfeil 16.2.6 Unterklassen der Fenster-Klassen bilden
Pfeil 16.2.7 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz
Pfeil 16.2.8 Dynamisches Layout während einer Größenänderung
Pfeil 16.3 Beschriftungen (JLabel)
Pfeil 16.3.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
Pfeil 16.4 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
Pfeil 16.5 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
Pfeil 16.5.1 Die Klasse AWTEvent
Pfeil 16.5.2 Events auf verschiedenen Ebenen
Pfeil 16.5.3 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
Pfeil 16.5.4 Listener implementieren
Pfeil 16.5.5 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
Pfeil 16.5.6 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
Pfeil 16.5.7 Adapterklassen nutzen
Pfeil 16.5.8 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
Pfeil 16.6 Schaltflächen
Pfeil 16.6.1 Normale Schaltflächen (JButton)
Pfeil 16.6.2 Der aufmerksame ActionListener
Pfeil 16.6.3 Basisklasse AbstractButton
Pfeil 16.6.4 Wechselknopf (JToggleButton)
Pfeil 16.7 Swing Action
Pfeil 16.8 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
Pfeil 16.8.1 Tooltips
Pfeil 16.8.2 Rahmen (Border)
Pfeil 16.8.3 Fokus und Navigation
Pfeil 16.8.4 Ereignisse jeder Komponente
Pfeil 16.8.5 Die Größe und Position einer Komponente
Pfeil 16.8.6 Komponenten-Ereignisse
Pfeil 16.8.7 Hinzufügen von Komponenten
Pfeil 16.8.8 UI-Delegate – der wahre Zeichner
Pfeil 16.8.9 Undurchsichtige (opake) Komponente
Pfeil 16.8.10 Properties und Listener für Änderungen
Pfeil 16.9 Container
Pfeil 16.9.1 Standardcontainer (JPanel)
Pfeil 16.9.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
Pfeil 16.9.3 Reiter (JTabbedPane)
Pfeil 16.9.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
Pfeil 16.10 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
Pfeil 16.10.1 Übersicht über Layoutmanager
Pfeil 16.10.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
Pfeil 16.10.3 Im Fluss mit FlowLayout
Pfeil 16.10.4 Mit BorderLayout in allen Himmelsrichtungen
Pfeil 16.10.5 Rasteranordnung mit GridLayout
Pfeil 16.10.6 Der GridBagLayout-Manager
Pfeil 16.10.7 Null-Layout
Pfeil 16.10.8 BoxLayout
Pfeil 16.10.9 Weitere Layoutmanager
Pfeil 16.11 Rollbalken und Schieberegler
Pfeil 16.11.1 Schieberegler (JSlider)
Pfeil 16.11.2 Rollbalken (JScrollBar)
Pfeil 16.12 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
Pfeil 16.12.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
Pfeil 16.12.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
Pfeil 16.12.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
Pfeil 16.13 Fortschritte bei Operationen überwachen
Pfeil 16.13.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
Pfeil 16.13.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
Pfeil 16.14 Menüs und Symbolleisten
Pfeil 16.14.1 Die Menüleisten und die Einträge
Pfeil 16.14.2 Menüeinträge definieren
Pfeil 16.14.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
Pfeil 16.14.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
Pfeil 16.14.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
Pfeil 16.14.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
Pfeil 16.14.7 Symbolleisten alias Toolbars
Pfeil 16.14.8 Popup-Menüs
Pfeil 16.14.9 System-Tray nutzen
Pfeil 16.15 Das Model-View-Controller-Konzept
Pfeil 16.16 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
Pfeil 16.16.1 Auswahlmenü (JComboBox)
Pfeil 16.16.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag
Pfeil 16.16.3 Datumsauswahl
Pfeil 16.16.4 Listen (JList)
Pfeil 16.16.5 Drehfeld (JSpinner)
Pfeil 16.17 Texteingabefelder
Pfeil 16.17.1 Text in einer Eingabezeile
Pfeil 16.17.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
Pfeil 16.17.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
Pfeil 16.17.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
Pfeil 16.17.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
Pfeil 16.17.6 Editor-Klasse (JEditorPane)
Pfeil 16.18 Tabellen (JTable)
Pfeil 16.18.1 Ein eigenes Tabellen-Model
Pfeil 16.18.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
Pfeil 16.18.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
Pfeil 16.18.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
Pfeil 16.18.5 Zell-Editoren
Pfeil 16.18.6 Größe und Umrandung der Zellen
Pfeil 16.18.7 Spalteninformationen
Pfeil 16.18.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen
Pfeil 16.18.9 Selektionen einer Tabelle
Pfeil 16.18.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter
Pfeil 16.19 Bäume (JTree)
Pfeil 16.19.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
Pfeil 16.19.2 Selektionen bemerken
Pfeil 16.19.3 Das TreeModel von JTree
Pfeil 16.20 JRootPane und JDesktopPane
Pfeil 16.20.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
Pfeil 16.20.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
Pfeil 16.21 Dialoge und Window-Objekte
Pfeil 16.21.1 JWindow und JDialog
Pfeil 16.21.2 Modal oder nicht-modal
Pfeil 16.21.3 Standarddialoge mit JOptionPane
Pfeil 16.21.4 Der Dateiauswahldialog
Pfeil 16.22 Flexibles Java-Look-and-Feel
Pfeil 16.22.1 Look and Feel global setzen
Pfeil 16.22.2 UIManager
Pfeil 16.22.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern
Pfeil 16.23 Die Zwischenablage (Clipboard)
Pfeil 16.23.1 Clipboard-Objekte
Pfeil 16.23.2 Auf den Inhalt zugreifen mit Transferable
Pfeil 16.23.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
Pfeil 16.23.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
Pfeil 16.23.5 Drag
Pfeil 16.24 Undo durchführen
Pfeil 16.25 AWT, Swing und die Threads
Pfeil 16.25.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
Pfeil 16.25.2 Swing ist nicht Thread-sicher
Pfeil 16.25.3 invokeLater() und invokeAndWait()
Pfeil 16.25.4 SwingWorker
Pfeil 16.25.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen
Pfeil 16.25.6 Auf alle Ereignisse hören
Pfeil 16.26 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
Pfeil 16.27 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
Pfeil 16.28 Alternativen zu AWT und Swing
Pfeil 16.28.1 XML-Beschreibungen der Oberfläche: Swixml, XUL/Luxor
Pfeil 16.28.2 SWT (Standard Widget Toolkit)
Pfeil 16.29 Zum Weiterlesen


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16.10 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Ein Layoutmanager ist dafür verantwortlich, Elemente eines Containers nach einem bestimmten Verfahren anzuordnen, zum Beispiel zentriert oder von links nach rechts. Ein Container fragt bei einer Neudarstellung immer seinen Layoutmanager, wie er seine Kinder anordnen soll. Jeder Layoutmanager implementiert eine unterschiedliche Strategie zur Anordnung.


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16.10.1 Übersicht über Layoutmanager Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Java bietet bisher folgende Layoutmanager:

  • FlowLayout: Ordnet Komponenten von links nach rechts an.
  • BoxLayout: Ordnet Komponenten horizontal oder vertikal an.
  • GridLayout: Setzt Komponenten in ein Raster, wobei jedes Element die gleichen Maße besitzt.
  • BorderLayout: Setzt Komponenten in vier Himmelsrichtungen oder in der Mitte.
  • GridBagLayout: Sehr flexibler Manager als Erweiterung von GridLayout. [Packer (https://packer.dev.java.net/) ist eine alternative API für die GridBagLayout-Funktionalität.]
  • CardLayout: Verwaltet Komponenten wie auf einem Stapel, sodass nur eine Komponente sichtbar ist.
  • GroupLayout: Für GUI-Builder im Allgemeinen die beste Wahl.

GroupLayout, GUI-Builder und Matisse

Der Layoutmanager GroupLayout fand zum ersten Mal im GUI-Builder Matisse von NetBeans 5 Platz. Das Publikum hat ihn schnell angenommen, sodass Sun ihn kurzerhand in Java 6 integrierte. Wer GroupLayout vor Java 5 verwenden möchte – oder eine neuere Version –, der muss das Java-Archiv swing-layout-x.y.z.jar in den Klassenpfad setzen. Die Java-Datei gibt es entweder unter https://swing-layout.dev.java.net/ oder bei einer NetBeans-Installation im modules/ext-Verzeichnis.


Tipp Jeder Entwickler sollte sich mit GUI-Buildern anfreunden, denn sie nehmen viel Arbeit ab. Die Präsentation von Matisse als Flash-Film unter http://tutego.com/go/matisse ist sehr anregend.


Eclipse-Icon In der kommerziellen Plugin-Sammlung MyEclipse findet sich Matisse unter dem Namen Matisse4MyEclipse als Eclipse-Portierung wieder.


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16.10.2 Zuweisen eines Layoutmanagers Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Methode setLayout(LayoutManager) weist einem Container eine Ausrichtungsstrategie zu.


class java.awt.Container 
extends Component

  • void setLayout( LayoutManager mgr )
    Setzt einen neuen Layoutmanager für den Container.
  • LayoutManager getLayout()
    Liefert den aktuellen Layoutmanager.

LayoutManager ist eine Schnittstelle, die von unterschiedlichsten konkreten Layoutmanagern implementiert wird. Die zentrale Operation ist layoutContainer(), die dafür verantwortlich ist, die absoluten Positionen via setBounds() zu setzen.

JPanel mit einem Layoutmanager verbinden

Erinnern wir uns, dass die Klasse JPanel ein Container ist und daher auch ein eigenes Layout besitzen kann. Praktisch ist der Konstruktor, der gleich einen Layoutmanager annimmt. (Das JPanel ist bisher die einzige Klasse, der ein Layoutmanager gleich im Konstruktor übergeben werden kann.)


class javax.swing.JPanel 
extends JComponent 
implements Accessible

  • JPanel( LayoutManager layout )
    Erzeugt ein JPanel mit Doppelpufferung und dem angegebenen Layoutmanager.
  • JPanel( LayoutManager layout, boolean isDoubleBuffered )
    Erzeugt ein neues JPanel mit dem angegebenen Layoutmanager und der Puffer-Strategie.

Tipp Fitts’s Law beschreibt die Zeit, die benötigt wird, um von einem Anfangspunkt zu einem Endpunkt zu kommen. Diese Zeit ist abhängig vom Logarithmus der Strecke zwischen dem Start- und dem Endpunkt und der Größe des Ziels. Daher gilt: Platziere die Elemente einer Oberfläche so, dass sie leicht zu erreichen sind. Je weiter das Ziel entfernt und je kleiner der Button ist, desto länger dauert die Operation.



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16.10.3 Im Fluss mit FlowLayout Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der FlowLayout-Manager setzt seine Elemente von links nach rechts in eine Zeile. Die Komponenten behalten ihre Größe, das heißt, der Layoutmanager gibt keine neue Größe vor. Passen nicht alle Elemente in eine Zeile, so werden sie untereinander angeordnet. Ein zusätzlicher Parameter bestimmt, wie die Elemente im Container positioniert werden: zentriert, rechts- oder linksbündig. Ohne Einstellung ist die Anzeige zentriert. Standardmäßig besitzt jedes neue JPanel-Objekt ein FlowLayout als Layoutmanager.

Listing 16.21 com/tutego/insel/ui/layout/FlowLayoutDemo.java, main()

JFrame f = new JFrame(); 
f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
f.setLayout( new FlowLayout() ); 
 
JComboBox choice = new JComboBox(); 
choice.addItem( "Mike: Mein Gott Walter" ); 
choice.addItem( "Sweet: Co Co" ); 
 
f.add( choice ); 
f.add( new JButton( 
       new ImageIcon( FlowLayoutDemo.class.getResource("/images/play.png" ) ) ) ); 
 
f.pack(); 
f.setVisible( true );

Abbildung 16.7 FlowLayout mit Mike

Den Elementen kann zusätzlich mehr Freiraum (engl. gap) gegeben werden. Voreingestellt sind fünf Pixel. Die Ausrichtung (engl. alignment), die beim Umbruch angegeben werden kann, ist eine ganzzahlige Konstante aus FlowLayout. Es stehen drei Klassen-Konstanten zur Verfügung: FlowLayout.LEFT, FlowLayout.CENTER und FlowLayout.RIGHT.


class java.awt.FlowLayout 
implements LayoutManager, Serializable

  • FlowLayout()
    Erzeugt ein Flow-Layout mit fünf Pixeln horizontalem und vertikalem Freiraum.
  • FlowLayout( int align )
    Erzeugt ein Flow-Layout mit fünf Pixeln Freiraum und der angegebenen Ausrichtung.
  • FlowLayout( int align, int hgap, int vgap )
    Erzeugt ein Flow-Layout mit der angegebenen Ausrichtung und einem horizontalen beziehungsweise vertikalen Freiraum.
  • int getAlignment()
    Liefert das Alignment des Layoutmanagers. Möglich sind FlowLayout.LEFT, FlowLay-out .RIGHT oder FlowLayout.CENTER.
  • void setAlignment( int align )
    Setzt das Alignment mit Hilfe der Konstanten FlowLayout.LEFT, FlowLayout.RIGHT oder FlowLayout.CENTER.
  • int getHgap(), int getVgap()
    Liefert den horizontalen/vertikalen Abstand der Komponenten.

void setHgap( int hgap ), void setVgap( int vgap ) Setzt den horizontalen/vertikalen Abstand zwischen den Komponenten.


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16.10.4 Mit BorderLayout in allen Himmelsrichtungen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Ein BorderLayout unterteilt seine Zeichenfläche in fünf Bereiche: Norden, Osten, Süden, Westen und Mitte (»Center«). Die Elemente im Norden und Süden erstrecken sich immer über die gesamte Länge des Containers. Die Höhe des Nordens und Südens ergibt sich aus der Wunschhöhe der Kinder, und die Breite wird angepasst. Die Elemente rechts und links bekommen ihre gewünschte Breite, werden aber in der Höhe gestreckt. Das Element in der Mitte wird in Höhe und Breite angepasst.

Für jeden dieser Bereiche (Richtungen) sieht die Klasse BorderLayout eine Konstante vor: BorderLayout.CENTER, BorderLayout.NORTH, BorderLayout.EAST, BorderLayout.SOUTH und BorderLayout.WEST. Dem Container fügen wir mit der Methode add(Komponente, Richtung) eine Komponente hinzu, wobei das zweite Argument die Angabe der Himmelsrichtung ist. Diese Angabe ist jedoch ungünstig für bidirektionale Anwendungen wie Arabisch oder Hebräisch, da eine Komponente, die für uns links liegt, dort rechts liegen soll. Eine Angabe wie BorderLayout.WEST ist aber statisch. Seit Java 1.4 bietet BorderLayout die Konstanten LINE_START und LINE_END, was im Fall der Links-nach-rechts-Anordnung bedeutet: LINE_START ist WEST und LINE_END ist EAST. Eigentlich gibt es auch PAGE_START und PAGE_END, die jedoch nicht beachtet werden, da Java bisher eine Verdrehung der Nord-/Südachse nicht unterstützt.


Beispiel Setze die Schaltfläche button in den Westen.

container.add( button, BorderLayout.LINE_START );

Wird die Methode add() mit nur einem Argument aufgerufen, so wird die Komponente automatisch in die Mitte (Center) gesetzt.

Listing 16.22 com/tutego/insel/ui/layout/BorderLayoutDemo.java, main()

JFrame f = new JFrame(); 
f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
//  applyComponentOrientation( ComponentOrientation.RIGHT_TO_LEFT ); 
 
f.setLayout( new BorderLayout(5, 5) ); 
 
f.add( new JButton("Nie"), BorderLayout.PAGE_START ); 
f.add( new JButton("ohne"), BorderLayout.LINE_END ); 
f.add( new JButton("Seife"), BorderLayout.PAGE_END ); 
f.add( new JButton("waschen"), BorderLayout.LINE_START ); 
f.add( new JButton("Center") ); 
 
f.setSize( 400, 150 ); 
f.setVisible( true );

Abbildung 16.8 Der Layoutmanager BorderLayout


Hinweis Beim AWT gilt, dass der Container java.awt.Frame automatisch mit einem BorderLayout verbunden ist. Das gilt bei JFrame beziehungsweise seinen Content-Panes ebenso. Allerdings verwendet die JRootPane, der Container für die Content-Panes, den internen Manager RootLayout, der nicht mit BorderLayout verwandt ist.


Wer das Vertauschen der Seiten ausprobieren möchte, der muss nur den Kommentar aus der Zeile mit der Methode applyComponentOrientation() herausnehmen.


class java.awt.BorderLayout 
implements LayoutManager, Serializable

  • BorderLayout()
    Erzeugt ein neues BorderLayout, wobei die Komponenten ohne Abstand aneinanderliegen.
  • BorderLayout( int hgap, int vgap )
    Erzeugt ein BorderLayout, wobei zwischen den Komponenten ein Freiraum eingefügt wird. hgap spezifiziert den Freiraum in der Horizontalen und vgap den in der Vertikalen. Die Freiräume werden in Pixeln gemessen.
  • int getHgap(), int getVgap()
    Gibt den horizontalen/vertikalen Raum zwischen den Komponenten zurück.
  • void setHgap( int hgap ), void setVgap( int vgap )
    Setzt den horizontalen/vertikalen Zwischenraum.

Hinweis An Stelle von add(Komponente, BorderLayout.Orientierung) lässt sich eine Komponente auch mit der Variante add(Orientierungszeichenkette, Komponente) hinzufügen. Diese Angabe ist jedoch veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden.



class java.awt.Container 
extends Component

  • void add( Component comp, Object constraints )
    Fügt die Komponente in den Container ein. Die Variable constraints wird im Fall vom BorderLayout etwa mit den Konstanten PAGE_START, LINE_END, PAGE_END, LINE_START oder CENTER belegt.

Hinweis Ein einfaches add(comp) auf einem Container mit BorderLayout hat den gleichen Effekt wie add(comp, BorderLayout.CENTER). Werden mehrmals hintereinander Komponenten einfach mit add(comp) dem Container hinzugefügt, so werden sie alle im Zentrum übereinandergestapelt, sodass nur noch die letzte hinzugefügte Komponente sichtbar ist.



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16.10.5 Rasteranordnung mit GridLayout Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das GridLayout ordnet seine Komponenten in Zellen an, wobei die Zeichenfläche rechteckig ist. Jeder Komponente in der Zelle wird dieselbe Größe zugeordnet, also bei drei Elementen in der Breite ein Drittel des Containers. Wird der Container vergrößert, so werden die Elemente gleichmäßig vergrößert. Sie bekommen so viel Platz wie möglich.

Abbildung 16.9 Beispiel für GridLayout

Listing 16.23 com/tutego/insel/ui/layout/GridLayoutDemo.java, main()

JFrame f = new JFrame(); 
f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
 
f.setLayout( new GridLayout(/*3*/ 0, 2, 6, 3) ); 
 
f.add( new JLabel(" Wie heißt du denn mein Kleiner?") ); 
f.add( new JTextField() ); 
f.add( new JLabel(" Na, wie alt bist du denn?") ); 
f.add( new JFormattedTextField(NumberFormat.getIntegerInstance()) ); 
f.add( new JLabel(" Dann mal das Passwort eingeben:") ); 
f.add( new JPasswordField() ); 
 
f.pack(); 
f.setVisible( true );

class java.awt.GridLayout 
implements LayoutManager, Serializable

  • GridLayout()
    Erzeugt ein GridLayout mit einer Spalte pro Komponente in einer Zeile.
  • GridLayout( int rows, int cols )
    Erzeugt ein GridLayout mit rows Zeilen oder cols Spalten. Die zu berechnende Anzahl sollte auf 0 gesetzt werden.
  • GridLayout( int rows, int cols, int hgap, int vgap )
    Erzeugt ein GridLayout mit rows Zeilen oder cols Spalten. Horizontale Freiräume werden an die rechten und linken Ecken jeder Zeile sowie zwischen die Spalten gesetzt. Vertikale Freiräume werden an die unteren und oberen Ecken gesetzt, zudem zwischen die Reihen.

Beim Konstruktor, der Zeilen oder Spalten angibt, reicht es, lediglich die Anzahl der Elemente in der Zeile oder Spalte anzugeben; der Layoutmanager nutzt ohnehin nur eine Angabe und berechnet daraus die verbleibende Anzahl. Ein mit Zeilen oder Spalten parametrisierter Konstruktor erlaubt es – so wie beim BorderLayout –, Zwischenraum einzufügen.


Beispiel Setze ein Layout mit drei Zeilen:

container.setLayout( new GridLayout(3, 0xcafebabe) );

Bei nur vier Elementen können wir auf diese Anzahl von fiktiven Spalten gar nicht kommen. Bei gegebener Zeilenanzahl wird sie nicht genutzt.


GridLayout berechnet die Anzahl der passenden Spalten für die Anzahl der Komponenten. Das zeigt die Implementierung in den Methoden preferredLayoutSize(), minimumLayoutSize() und layoutContainer().

if ( nrows > 0 ) 
  ncols = (ncomponents + nrows – 1) / nrows; 
else 
  nrows = (ncomponents + ncols – 1) / ncols;

Ist die Anzahl der Zeilen gleich 0, so berechnet der Layoutmanager den Wert aus der Anzahl der Spalten.


Tipp Existiert eine Anzahl Zeilen, so ist die Angabe für die Spalten völlig uninteressant. Der Wert sollte daher der Übersichtlichkeit halber auf 0 gesetzt werden.



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16.10.6 Der GridBagLayout-Manager Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die bisherigen Layoutmanager sind für Teilprobleme zwar einfach, lösen aber komplexe Layoutsituationen nur ungenügend; so blieb bisher nur der Weg über viele geschachtelte Panel-Objekte mit eigenen Layoutmanagern. Mit dem GridBagLayout hat Sun einen sehr flexiblen, aber auch komplizierten Layoutmanager eingefügt, mit dem sich jede Oberfläche gestalten lässt. Die Idee dabei ist wie beim GridLayout, dass die Elemente in Zeilen und Spalten eingeteilt werden. Sind bei einem GridLayout jedoch alle Elemente gleich hoch und gleich breit, lässt sich beim GridBagLayout ein Element über mehrere Zeilen und Spalten ziehen und das Verhältnis bei der Vergrößerung des Containers angeben. Dafür wird ein zusätzliches Objekt eingeführt, das jeder Komponente die Position und Ausrichtung aufzwingt. Dies ist die Klasse GridBagConstraints. Der Name Constraint, zu Deutsch Einschränkung, sagt aus, dass der Container versucht, diese Constraints einzuhalten.

GridBagConstraints

Ein Objekt vom Typ GridBagConstraints schreibt dem Layout ganz unterschiedliche Werte vor. Um eine Komponente in einem GridBagLayout zu positionieren, muss zuerst ein Exemplar von GridBagConstraints konstruiert werden. Anschließend wird eine Komponente mit setConstraints(Komponente, GridBagConstraints) beim GridBagLayout angemeldet. Danach muss nur noch die Komponente, wie bei jedem anderen Container auch, mit add() hinzugefügt werden.

Der prinzipielle Weg soll kurz skizziert werden:

// Am Anfang Container und Layoutmanager besorgen 
Container container; 
... 
GridBagLayout gbl = new GridBagLayout(); 
container.setLayout( gbl ); 
// Für alle Komponenten 
Component component; 
... 
GridBagConstraints gbc = new GridBagConstraints(); 
gbc.XXX = YYY;             // notwendige Einstellungen machen 
// Am Manager Constraints für Komponente anmelden 
gbl.setConstraints( component, gbc ); 
 
// Element in den Container einfügen 
container.add( component );

GridBagConstraints-Objekt aufbauen

Um ein GridBagConstraints-Objekt aufzubauen, gibt es zwei Möglichkeiten: Es lässt sich mit dem Standard-Konstruktor erzeugen oder mit einem parametrisierten Konstruktor, der jedoch gleich elf Werte annehmen möchte. Wir entscheiden uns für den Standard-Konstruktor und setzen die Werte über die Objektvariablen. Die wichtigsten Werte sind: Position und Maße der Elemente. Beim Aufbau eines eigenen Layouts ist es sinnvoll, die Elemente in Zeilen und Spalten einzutragen und dann aufzuschreiben, welche Größe sie einnehmen.

Widmen wir uns nun dem Programm, das ein Layout mit fünf Zeilen (0, 1, ..., 4) und drei Spalten (0, 1, 2) realisiert. Gewünscht ist eine Realisierung der folgenden Abbildung:

Abbildung 16.10 Beispiel für ein GridBagLayout

Die Schaltfläche »1« nimmt Platz für zwei Spalten ein. Hinsichtlich der Ausdehnung soll die Komponente den ganzen restlichen Platz einnehmen. In der dritten Zeile nimmt die Schaltfläche »4« drei Spalten ein.

Wichtige Attribute des GridBagConstraints: Breite, Höhe und Ausdehnung

Für die GridBagConstraints jeder Komponente sind vier Variablen besonders wichtig:


class java.awt.GridBagConstraints 
implements Cloneable, Serializable

  • int gridx, int gridy
    gridx
    gibt die Position links vom Anzeigebereich an und gridy die Position direkt über dem Anzeigebereich der Komponente. Das Element ganz links hat den Wert 0, und der obersten Zelle ist der Wert 0 zugeordnet. Wenn die Komponenten automatisch rechts beziehungsweise unter die letzte Komponente platziert werden, wird die Konstante GridBagConstraints.RELATIVE vergeben, das heißt, die Komponente wird direkt an der letzten Komponente in der Zeile oder Spalte positioniert. Der Standardwert ist RELATIVE mit dem Wert –1.

Stehen die Werte fest, gilt das für Komponenten, die immer die gleiche Größe von einer Zeile und einer Spalte haben. Das ist aber nicht immer der Fall, und daher lässt sich die Ausdehnung in der Horizontalen und Vertikalen angeben. Dann nimmt ein Element für eine Überschrift etwa zwei Spalten ein.

  • int gridwidth, int gridheight
    Anzahl der Kästchen in einer Zeile und Spalte, die einer Komponente zur Verfügung stehen. Ist der Wert mit der Konstanten GridBagConstraints.REMAINDER belegt, so bedeutet dies, dass das Element das letzte der Zeile oder Spalte ist. GridBagConstraints.REMAINDER trägt den Wert 0. Der Standard für beide Werte ist 1. Wurde die letzte Komponente allerdings schon mit gridwidth gleich GridBagConstraints.REMAINDER eingefügt, so wird die nächste Komponente als erste in die nächste Zeile eingesetzt.

Mit diesen Angaben kann schon ein großer Teil einer grafischen Oberfläche entworfen werden.

Eine weitere Variable fill bestimmt, ob überhaupt vergrößert werden darf. Wie die Größenänderung aussehen soll, bestimmen zwei weitere Variablen:

  • int fill
    Für die Belegung von fill existieren vier Konstanten in GridBagConstraints, die angeben, ob der Bereich für die Komponente variabel ist. Das sind: NONE (nicht vergrößern, der Standard), HORIZONTAL (nur horizontal vergrößern), VERTICAL (nur vertikal vergrößern) und BOTH (vertikal und horizontal vergrößern).
  • double weightx, double weighty
    Die Werte geben an, wie der freie horizontale und vertikale Platz verteilt wird. Der Standard ist 0. Ist in diesem Modus die Summe aller Komponenten einer Zeile beziehungsweise Spalte 0, so wird Freiraum rechts und links beziehungsweise oben und unten zwischen den Zeilen und dem Container eingefügt. Soll die Komponente den überschüssigen Platz verwenden, wird ein Wert größer 0 zugeteilt. Damit vergrößert oder verkleinert sie sich bei Veränderungen und behält ihre bevorzugte Größe nicht. Wenn nur ein Element einen Wert größer 0 besitzt, wird genau dieses vergrößert, und die restlichen Komponenten behalten ihre Größe bei.

Programmierung vereinfachen

Mit diesen Informationen wollen wir nun ein Beispiel implementieren. Doch bevor wir uns einem vollständigen Layout zuwenden, ist es sinnvoll, für den Umgang mit GridBagLayout und GridBagConstraints eine Hilfsfunktion zu schreiben, und zwar mit folgender Signatur:

static void addComponent( Container cont, 
                          GridBagLayout gbl, 
                          Component c, 
                          int x, int y, 
                          int width, int height, 
                          double weightx, double weighty )

Die Funktion soll ein GridBagConstraints-Objekt erstellen, die Werte zuweisen und dem Container dieses Constraint-Objekt zuteilen. Mit einer Komponente ist also eine Einschränkung verbunden. Zusätzlich soll die Methode die Komponenten in den Container legen.

Die Informationen über das Layout und unsere Abbildung wollen wir nun in einem Programm abbilden:

Listing 16.24 com/tutego/insel/ui/layout/GridBagLayoutDemo.java

package com.tutego.insel.ui.layout; 
 
import java.awt.*; 
import javax.swing.*; 
 
class GridBagLayoutDemo 
{ 
  static void addComponent( Container cont, 
                            GridBagLayout gbl, 
                            Component c, 
                            int x, int y, 
                            int width, int height, 
                            double weightx, double weighty ) 
  { 
    GridBagConstraints gbc = new GridBagConstraints(); 
    gbc.fill = GridBagConstraints.BOTH; 
    gbc.gridx = x; gbc.gridy = y; 
    gbc.gridwidth = width; gbc.gridheight = height; 
    gbc.weightx = weightx; gbc.weighty = weighty; 
    gbl.setConstraints( c, gbc ); 
    cont.add( c ); 
  } 
 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    JFrame f = new JFrame(); 
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE ); 
    Container c = f.getContentPane(); 
 
    GridBagLayout gbl = new GridBagLayout(); 
    c.setLayout( gbl ); 
 
    //                                      x  y  w  h  wx   wy 
 
    addComponent( c, gbl, new JButton("1"), 0, 0, 2, 2, 1.0, 1.0 ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("2"), 2, 0, 1, 1, 0  , 1.0 ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("3"), 2, 1, 1, 1, 0  , 0   ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("4"), 0, 2, 3, 1, 0  , 1.0 ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("5"), 0, 3, 2, 1, 0  , 0   ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("6"), 0, 4, 2, 1, 0  , 0   ); 
    addComponent( c, gbl, new JButton("7"), 2, 3, 1, 2, 0  , 0   ); 
 
    f.setSize( 300, 200 ); 
    f.setVisible( true ); 
  } 
}

Die restlichen Attribute

Die bisherigen Eigenschaften reichen aus, um die wichtigsten Layouts zu realisieren. Mit den Constraints lassen sich jedoch noch andere Werte einstellen:


class java.awt GridBagConstraints 
implements Cloneable, Serializable

  • int anchor
    Wird die Komponente nicht auf die ganze Breite oder Höhe skaliert, muss sie irgendwohin gesetzt werden. Die Variable anchor setzt sie nach einem bestimmten Verfahren in den Container. Folgende Konstanten deklariert GridBagConstraints: CENTER, NORTH, EAST, WEST, SOUTH, SOUTHEAST, NORTHEAST, SOUTHWEST und NORTHWEST. Der Standard ist CENTER.
  • Insets insets
    Ein Insets-Objekt bestimmt die minimalen Entfernungen der Komponente vom äußeren Rand in ihrem Anzeigebereich. Für ein Insets-Objekt werden vier Werte für top, left, bottom und right vergeben. Der Standard ist Insets(0, 0, 0, 0).
  • int ipadx, ipady
    Geben die inneren Abstände (engl. internal padding) einer Komponente zum Rand an. Sie sind standardmäßig 0.

Jetzt haben wir alle Informationen zusammen, um uns noch einmal mit den beiden Konstruktoren zu beschäftigen.

  • GridBagConstraints ()
    Der Standard-Konstruktor; er belegt die Werte, wie die Implementierung zeigt:
public GridBagConstraints() 
{ 
  gridx = RELATIVE;  gridy = RELATIVE; 
  gridwidth = 1;     gridheight = 1; 
  weightx = 0;       weighty = 0; 
  anchor = CENTER; 
  fill = NONE; 
  insets = new Insets( 0, 0, 0, 0 ); 
  ipadx = 0;         ipady = 0; 
}
  • GridBagConstraints( int gridx, int gridy, int gridwidth, int gridheight, double weightx, double weighty, int anchor, int fill, Insets insets, int ipadx, int ipady ) Belegt das Layout mit den angegebenen Werten.

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16.10.7 Null-Layout Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Argument null bei setLayout() setzt keinen Layoutmanager, und die Komponenten müssen absolut positioniert werden. Zum Setzen der Position und Maße bietet jede Component die Methode setBounds(int x, int y, int width, int height). Ein üblicher Layoutmanager wird mit genau dieser Methode die Größen zuweisen.

Das Setzen vom Null-Layout sollte nicht die Regel sein, da Änderungen an der Zeichensatzgröße hässliche Effekte nach sich ziehen. Eine Oma mit Sehschwierigkeiten, die die Fontgröße auf 40 stellt, sieht dann in einer Schaltfläche vielleicht nur eine halbe, abgeschnittene Zeichenkette.


Beispiel Ordne zwei Schaltflächen mit dem Null-Layout an. c soll ein passender Container sein.

c.setLayout( null ); 
JButton b = new JButton( "Snug Weste blau, innen rot" ); 
b.setBounds( 0, 0, 200, 50 ); 
c.add( b ); 
b = new JButton( "HPX Gore-tex Ocean Jacket" ); 
b.setBounds( 250, 0, 150, 50 ); 
c.add( b );

TransparentLayout

Das Open-Source-Projekt TransparentLayout (https://transparentlayout.dev.java.net/) bietet etwas Ähnliches wie das Null-Layout. Hier werden nicht die Komponenten selbst mit Größen initialisiert, sondern ein Rectangle- bzw. Point-Objekt wird bei der add()-Methode mitgegeben:

container.setLayout( new TransparentLayout() ); 
container.add( component, new Point(x1, y1) ); 
container.add( component, new Rectangle(x2, y2, width, height) );

Im Fall des Argumenttyps Point berücksichtigt TransparentLayout die gewünschte Größe der Komponente, die Preferred Size.


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16.10.8 BoxLayout Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

BoxLayout ist vergleichbar mit FlowLayout, nur ordnet dieses in der x- oder y-Achse an und bricht nicht um. Das Layoutmanagement ist etwas seltsam, da setLayout() nicht allein genügt, um den Layoutmanager zuzuweisen. Vielmehr bekommt ein Exemplar von BoxLayout zusätzlich eine Referenz auf den Container.


Beispiel Erzeuge ein JPanel und füge zwei untereinander angeordnete JButton-Objekte hinzu.

JPanel p = new JPanel(); 
p.setLayout( new BoxLayout(p, BoxLayout.Y_AXIS) ); 
p.add( new JButton("<") ); 
p.add( new JButton(">") );

Swing bringt für das BoxLayout noch eine Abkürzung mit: Die Klasse heißt javax.swing.Box und verhält sich wie ein Container. Dem Box-Objekt ist automatisch der Layoutmanager BoxLayout zugewiesen.


Beispiel Füge in eine Box eine Schaltfläche und ein Textfeld ein.

Box box = new Box( BoxLayout.Y_AXIS ); 
box.add( new JButton("Knopf") ); 
box.add( new JTextField() );


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16.10.9 Weitere Layoutmanager topZur vorigen Überschrift

OverlayLayout, ScrollPaneLayout und ViewPortLayout sind weitere Layoutmanager aus der Java SE. Sie sind sehr speziell mit ihren Containern verbunden und spielen hier keine Rolle.

Weitere Open-Source-Layoutmanager sind:

  • Sun beschreibt unter http://tutego.com/go/tablelayout den Layoutmanager TableLayout, mit dem sich ähnlich wie mit dem GridBagLayout Raster aufbauen lassen, nur ist die Programmierung viel einfacher. Er gehört nicht zur Standard-Bibliothek, sondern muss extra eingebunden werden, was aber kein Problem ist.
  • DesignGridLayout (https://designgridlayout.dev.java.net/) unterstützt insbesondere den Aufbau von Formularen. Zeile für Zeile baut sich auf diese Weise die Oberfläche auf, ohne großartig Zeit für Layoutparameter aufzuwenden zu müssen.


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